Mit dem Letzten Kleinod ins Neue Jahr

Über den Jahreswechsel begleitet das Theater „Das letzte Kleinod“ mit dem Stück „Sturmflut“ Insulaner und Gäste. Vier Schauspieler geben Einblicke, wie die Insulaner die Katastrophe im Februar 1962 erlebt haben.  Im Bild Robin Bongarts, der in dem Dokumentartheater den damaligen Einsatzleiter und späteren Bürgermeister Hans Wiethorn spielt. Wegen der großen Nachfrage zeigt das Ensemble „Sturmflut“ im alten Doktorhaus im Noorderloog 21 mehrmals täglich noch bis zum 2. Januar 2018. Zugabe gibt es dann im Februar.

Lesen Sie in unserer aktuellen Nr. 26/2017 vom 30. Dezember:

 

Feuerwerksverbot beschäftigt drei Gerichte

Haus Seerose bleibt Familienferienstätte

Rat spricht sich gegen Einbahnstraße Bi d’Utkiek aus

Rat beruft Gemeindebrandmeister ab

Den inselboten gibt es 26 mal auch im Neuen Jahr: 

 Die nächste Ausgabe erscheint am 27. Januar 2018.

Neujahrsgruß des Bürgermeisters

Liebe Spiekeroogerinnen, liebe Spiekerooger, liebe Leserinnen, liebe Leser,

1, 2, 3, …im Sauseschritt, läuft die Zeit, wir laufen mit.“ So beschreibt schon Wilhelm Busch die Kurzlebigkeit unserer Zeit und das Tempo, wie sie uns durch die Finger rinnt. Ein Jahr hat fast schon den Anschein, als ob es sich auf ein paar Augenblicke reduziert. Dennoch bleiben viele Dinge in Erinnerung und setzen Meilensteine, um sie auch 2017 in den späteren Rückblicken wieder ganz schnell parat zu haben.

Wisst ihr noch, wie das damals war?“, ist die klassische Frage, die später bestimmt im Inselmuseum beantwortet werden kann.Nach einem sehr trockenen Frühjahr konnte sich im Laufe des weiteren Jahres die Süßwasserlinse nicht beschweren, dass nicht genug Wasser nachkam. Viele Ältere berichteten, dass sie sich über lange Zeit nicht daran erinnern könnten, so viel Wasser auf der Insel gehabt zu haben. Jeder konnte sehen, wie häufig die ohnehin schon stark beanspruchten Straßen Spiekeroogs unter Wasser standen. Durch die Grabenschau und die sich im Jahr 2018 daran anschließenden Arbeiten hoffen wir, das Thema Oberflächenwasser besser in den Griff zu bekommen.

Weitaus wichtiger ist eine nachhaltige Reaktion und lückenlose Aufklärung der zuständigen Bundesministerien auf die Havarie der „Glory Amsterdam“. Sehr deutlich konnten wir Spiekerooger erkennen, wie schnell unsere Insel durch Schadstoffe bei einem möglichen Austritt gefährdet sein könnte. Aber nicht nur Spiekeroog wäre in Mitleidenschaft gezogen worden, sondern auch der gesamte Naturraum östlich der Havariestelle und im Wattenmeer.

Wir wollen aber positiv in Richtung 2018 sehen, da sich doch einige wesentliche Dinge auf der Insel ereignen werden. Im Januar kann endlich mit dem Bau der Wohnhäuser mit insgesamt 16 Wohnungen im Bereich Achter d‘Diek begonnen werden.

Zur Verbesserung des Brand- und Katastrophenschutzes sowie des Rettungsdienstes wird der Noordertün an den Seitenstreifen so befestigt, dass die Einsatzfahrzeuge eine alternative Ausrückstrecke haben, um schnell in den Osten der Insel zu gelangen.

Auf dem Schulgelände der Inselschule soll gemeinsam mit dem Landkreis Wittmund mit der Erneuerung des Kleinspielfeldes und der Kunststofflaufbahn begonnen werden, damit nach langer Pause dort wieder Schulsport angeboten werden kann.

Weitere Aufgaben warten darauf, in der nächsten Zeit umgesetzt zu werden. Gemeinsames Handeln und gegenseitige Unterstützung sind der Garant für eine gut funktionierende in-sulare Gemeinschaft. Alle hier auf Spiekeroog sollten sich bewusst sein, dass ein zukunfts- und lösungsorientiertes Miteinander der Weg zum Erhalt dieser einzigartigen Insel sein wird.

Mit Geist, Herz und gegenseiti-gem Verständnis sind selbst die schwierigsten Aufgaben zu meistern und sichert den Bestand Spiekeroogs als hochwertigen Lebensraum.

2018 wird mit Sicherheit wieder ein spannendes und interessantes Jahr und dazu wünsche ich allen einen guten Rutsch und vor allem viel Gesundheit.

Matthias Piszczan