„Gewinn für Natur und Tourismus“

Der Gemeinderat hat Mitte März eine „Spiekerooger Erklärung“ pro Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer einstimmig verabschiedet. Es waren alle neun Ratsmitgleider anwesend. Mit dem Bekenntnis will Spiekeroog in der seit etwa einem halben Jahr vor allem auf den anderen Inseln geführten, kritischen Diskussion ein Zeichen setzen. Der Erklärung waren Beratungen im Umweltausschuss vorausgegangen, auch der Leiter der Nationalparkverwaltung Peter Südbeck war dazu eingeladen (siehe Bericht im aktuellen Inselboten). In der Erklärung heißt es unter anderem: „Der Nationalpark und das Weltnaturerbe sind ein Gewinn für die Natur, für den Tourismus auf Spiekeroog und für seine Bewohnerinnen und Bewohner.“ Es wird betont, dass sich das besondere Selbstverständnis Spiekeroogs mit den Schutzzielen des Nationalparks verbinde und ideale Voraussetzungen für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit in beiderseitigem  Interesse zum Erhalt des Natur- und Kulturerbes der Insel schaffe. Dazu trage auch das Tourismuskonzept Spiekeroogs bei. Zehn Jahre nach Besiegelung der Nationalparkpartnerschaft – Spiekeroog war die erste Kommune die so eine Kooperation mit dem Nationalpark eingegangen ist – erklärt der Rat seine Absicht, diese Partnerschaft mit mehr Leben zu füllen.

Die vollständige Erklärung lautet:

Spiekerooger Erklärung zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer

Der Rat der Gemeinde Spiekeroog steht zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.

Der Schutz des Wattenmeeres als Nationalpark und die Anerkennung als Weltnaturerbe sind ein Gewinn für die Natur, für den Tourismus und für seine Bewohnerinnen und Bewohner.

In den vergangenen Monaten gab es auf den ostfriesischen Inseln zum Teil erhebliche Auseinandersetzungen um das Miteinander von Mensch und Natur im Nationalpark. Auch auf Spiekeroog wurde das Thema intensiv diskutiert. Hiermit möchte sich der Gemeinderat der Insel Spiekeroog nun ausdrücklich für den Nationalpark aussprechen!

Mit ihren vielfältigen Dünenlandschaften, den Salzwiesen und der ausgedehnten, sich weitestgehend natürlich entwickelten Ostplate ist die Insel Spiekeroog ein Glanzpunkt im Nationalparkgebiet. Die Inselgemeinschaft ist sich ihrer Verantwortung für diese Kleinod bewusst. Das ist unter anderem in dem vor einigen Jahren formulierten Zukunftskonzeptes der Gemeinde dokumentiert und konkretisiert sich derzeit in der Überarbeitung des Tourismuskonzeptes und in der Nachhaltigkeitsinitiative der Nordessebad Spiekeroog GmbH. Das besondere Selbstverständnis Spiekeroogs verbindet sich vortrefflich mit den Schutzzielen des Nationalparks und schafft ideale Voraussetzungen für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit in beiderseitigem Interesse zum der Erhalt der natürlichen und kulturellen Werte der Insel.

Es liegt in der Natur der Sache, dass es zu einzelnen Sachfragen unterschiedliche Sichtweisen und teilweise auch unterschiedliche Interessen zwischen Nationalpark-Verwaltung und Gemeinderat gab und auch immer geben wird. Diese Sachfragen konnten in der Vergangenheit konstruktiv und weitgehend einvernehmlich geklärt werden und der Gemeinderat ist sich sicher, dass das auch in Zukunft in diesem Sinne partnerschaftlicher Zusammenarbeit gelingen wird.

Der Gemeinderat bestärkt hiermit die bereits 2009 formal mit der Kooperationsvereinbarung besiegelte Nationalpark-Partnerschaft und erklärt seine Absicht, diese in Zukunft wieder mehr mit Leben zu füllen.“

Luftaufnahme Spiekeroog, Autor Norbert Hecker / Nationalparkverwaltung

Lesen Sie in unserer aktuellen Nr. 3/2019 vom 23. März:

 

Vergabekriterien für die 16 Mietwohnungen beschlossen

Bürgerversammlung und Frühlingsempfang

Jahreshauptversammlung des Klootschetervereins

Vorarbeit fürs neue Tourismuskonzept

Kontroverse Diskussion im Kindergartenausschuss

Den inselboten gibt es 26 mal auch in diesem Jahr: 

 Die nächste Ausgabe erscheint am 13. April 2019.