Sturmtief: Insel kommt glimpflich davon

Mit rund 120 km/h fegte am 13. September Sturmtief „Sebastian“ über Inseln und Küste: Die ICBM-Messstation an der Südwestspitze Spiekeroogs hat gegen 15 Uhr bei Böen eine Windgeschwindigkeit von genau 29 m/sek. gemessen – das entspricht Windstärke 11. Für Mitte September ist das außergewöhnlich. Nicht ganz so außer der Reihe traf die Insel die leichte Sturmflut: Das Nachmittagshochwasser fiel etwa 1,25 m über MTHw aus – solche Sommersturmfluten kommen immer wieder mal vor. Zum Glück haben die Mitarbeiter der NSB mit Unterstützung der DLRG-Leute alle 600 Strandkörbe vor den Fluten retten können. Die Schifffahrt stellte die Nachmittagsverbindungen ein. Die Wellen schwappten im Spiekerooger Hafen über die Kante. Die Schwimmstege des Segelclubs lagen am Nachmittag höher als der Feststeg. Das Foto oben stammt von Nationalpark-Wattführerin Anja Sander. Der Sturm richtete im winderprobten Dorf selbst mit Laub an den Bäumen keine schweren Schäden an. Mehrere eher kleinere Bäume knickten um, so auf dem Wüppspoor und auf dem Süderloog, wo in Höhe Regenrückhaltebecken ein umgestürzter Baum den Zaun beschädigte. Auf den Straßen im Dorf lagen unzählige Äste herum.  Auf der Wittdün wurden einige Pfannen vom Dach gerissen. Verletzt wurde niemand. Im Gegenteil: Viele Urlauber freuten sich über das Naturschauspiel und stemmten sich am Strand gegen den Sturm.
Lesen Sie in unserer aktuellen Nr. 20/2017 vom 16. September 2017:

15 Jahre ICBM Messpfahl

Kämmerer Michael Braun verabschiedet sich Richtung Clausthal-Zellerfeld

Mit Willi Jacobs und der Gorch Fock zu den Seehundsbänken

Vor 50 Jahren: Bürgerinitiative up de Dünen

Den inselboten gibt es 26 mal in diesem Jahr neu: 

 Die nächste Ausgabe erscheint am 30. September 2017.