„Mortimer“ mischte auf

Am letzten Septembertag erwischte die erste leichte Sturmflut des Herbstes 2019 Spiekeroog. Das Sturmtief „Mortimer“ blies in Böen mit 10 Beaufort über die Insel. Das Mittagshochwasser stieg auf rund 1,25 über MTHw. Strand und Heller waren überflutet. Die Schifffahrt beeinträchtigte „Mortimer“ aber nicht. 

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Lesen Sie in unserer aktuellen Nr. 22/2019 vom 5. Oktober:

 

Alles zu den 11. Zugvogeltagen auf Spiekeroog

Portrait des Kämmerers Björn Koffinke

Dr. Hannelore Waska: Süßwasser trifft Salzwasser

Meeresspiegelanstieg bis Ende des Jahrhunderts: 32 cm plus x

Ausstellungseröffnung Mario Müller

Den inselboten gibt es 26 mal auch in diesem Jahr: 

 Die nächste Ausgabe erscheint am 19. Oktober  2019.

 

„Aus einer Position der Stärke“

Die Insel wagte einen Blick in die Zukunft: Der aktuelle Stand eines neuen Tourismuskonzeptes und die Fortschritte der Nachhaltigkeitsinitiative standen auf der Tagesordnung der Einladung der Nordseebad (NSB) Spiekeroog GmbH im Inselkino. Fast 100 Spiekerooger waren gekommen und folgten den kompakten, informativen Präsentationen. Patrick Kösters präsentierte Ideen für ein neues Tourismuskonzept, das zuvor in verschiedenen Arbeitsgruppen auf breiter Basis entwickelt wurde. Der Bereichsleiter Tourismus benannte die Probleme Spiekeroogs wie unter anderem der Verkauf von Immobilien an Menschen, die mit ihren Häusern keinen Beitrag zum Fremdenverkehr mehr leisten. Kösters sieht deshalb „Handlungsbedarf am Fundament” der Insel und bezweifelt, dass der Markt allein die Schwachstellen beseitigen kann. Stattdessen warb Kösters für eine „proaktive Daseinsvorsorge” und „aktive Wirtschaftsförderung”. Konkrete Sorgenkinder sein der Fortbestand des Gepäcktransportes über das Jahr 2019 hinaus oder die Neukonzeption der Strandhalle. Das Thema Saisonalität gehört zum Kern des neuen Tourismuskonzeptes mit der Benennung eines verlässlichen Angebotes an Grundleistungen (Hotel, Gastronomie, Einzelhandel) auch im Winter. Ansgar Ohmes sagte, Tourismuskonzept und Nachhaltigkeitsinitiative würden in einem gemeinsamen Weg aus einer „Position der Stärke“ entwickelt, Spiekeroog befinde sich in keiner Notsituation. Das bestätigten dann auch die Referenten Martin Balas und Prof. Dr. Hartmut Rein von der BTE Tourismus- und Regionalberatungsfirma. Nachhaltigkeit bedeute nichts anders als Zukunftsfähigkeit – und hier sehen die beiden Experten viel Substanz auf Spiekeroog. Gäste würden Spiekeroog bereits heute als „grüne Insel” auch im Sinne von ökologischer Urlaubsdestination sehen. Die BTE-Referenten empfahlen der Insel, sich „nichts von außen aufdrücken zu lassen” sondern auf die eigenen Potenziale stolz zu sein. Danach stellten Teilnehmer der einzelnen Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse vor: Swaantje Fock und Carsten Heithecker vom Nationalparkhaus Wittbülten sprachen über Projekte in den Bereichen Nachhaltigkeit in der Gastronomie und den Beherbergungsbetrieben sowie im insularen Alltag, Dr. Dorothea Seeger (BUND-Meeresschutzbüro) berichtete über Vermeidung von Müll und Hartmut Brings (Inselbote) über die Öffentlichkeitsarbeit der Spiekerooger Nachhaltigkeitsinitiative.