Spiekeroog gewinnt 3:1 auf Langeoog

Nach einer Niederlage der Volleyballerinnen und Volleyballer zum Auftakt haben Spiekeroogs Schlagballteams das Blatt im Inselwettkampf auf Langeoog gewendet: Am Ende siegten die Grünen bei den Roten mit 3:1. Damit wiederholten die Gäste am Freitag exakt das Ergebnis von 2019.  Das Turnier fand wie vor drei Jahren wieder auf Langeoog statt. 2020 war wegen Corona kein Inselwettkampf geplant, 2021 sagte Langeoog das Spiel auf Spiekeroog wenige Tage vor dem Termin ab. 2022 verzichtete Spiekeroog dann auf das Heimrecht. Spiekeroogs Sportlerinnen und Sportler waren am 5. August bereits ab 4.30 Uhr mit den Booten von BTS und dem Krabbenkutter Gorch Fock auf die Nachbarinsel gefahren. Spiekeroogs Volleyballerinnen und Volleyballer unterlagen am Morgen in drei Sätzen deutlich (16:25, 22:25 und 14:25). Das Schlagball-Juniorenteam der Gäste siegte danach eindrucksvoll 89:35. Die Spiekerooger Damen machten es mittags beim 50:44 bis kurz vor Schluss richtig spannend. Die Herren setzten sich nach ausgeglichenem Beginn nach einer halben Stunde ab und hielten Langeoog bis zum Schluss auf Distanz (43:33). Trotz der für Spiekerooger Verhältnisse wenigen Laufpunkte machte die Mannschaft der Spielertrainer Linus Strasburger und Thomas Günther am Nachmittag den 3:1-Gesamtsieg im Derby klar. 

Einen Spielbericht lesen Sie in der Nr. 16 / 2022 vom kommenden Wochenende.

Lesen Sie in unserer aktuellen Nummer 16 / 2022 vom 13. August:

Zollhaus steht für geflüchtete Familien aus der Ukraine bereit

Das tolle Zirkusfest 2022 im Rückspiegel

„Aktion Pfötchen“: Kronkorken sammeln und etwas Gutes tun

Neues von Mirko Schwerdtfeger: Barmann

Mit Eugen Eckert über hoffnungsvolle Zeiten singen

Den inselboten gibt es 26 mal auch im Jahr 2022:  Die nächste Ausgabe erscheint am 20. August

Müllsammelaktion

Der Förderverein Strandsport Spiekeroog e.V.  hat am 1. August erstmals eine koordinierte Müllsammelaktion am Strand durchgeführt. Um 15 Uhr ging es am Ostabgang in Richtung Ostplate los. Später kamen auch noch die Volleyballerinnen und Volleyballer dazu. Tenor: Strandsportler sind auf einen schönen Strand angewiesen und setzen sich gerne für einen sauberen Strand ein.

Ferienfußballschule

In dieser Woche ist zum ersten Mal nach 2019 wieder die Ferienfußballschule des Spiekerooger Sportvereins aktiv. Trainer ist Kai-Steven Janssen, Co-Trainer ist Matthias Piszczan. 21 Kinder und Jugendliche machen mit – darunter 1 Mädchen. 11 Teilnehmende sind Einheimische, 10 Gäste. Gespielt wird hinter der Inselschule noch bis Freitag.

Dünensingen

Eckart Strate lädt in diesem Sommer wieder zum Dünensingen ein – für viele Gäste gehört der Termin Montag, Mittwoch und Freitag um 11 Uhr seit Jahren oder Jahrzehnten zum Urlaub einfach mit dazu. Lesen Sie unseren Bericht in der Nummer 15 / 2022 vom 6. August.

26. Beachcup

Am 30. Juli wurde 26. Beachcup ausgetragen – bei bestem Strandwetter. Mit dabei war Luisa Keller (im Vordergrund im Duo mit Benja Lensing) vom Deutschen Volleyballmeister Allianz MTV Stuttgart. Lesen Sie unseren Bericht in der Nummer 15 / 2022 vom 6. August.

Nah am Wasser

Achim Ripperger hat im Frühjahr Spuren auf der Insel hinterlassen: Der Bildhauer aus Frankfurt sägte nicht nur Sternengott „Nova” (heute Standort an der Kogge) zu.  Aus einer im Winter im Noorderpad gefällten Linde formte er den „Möwenmenschen”, der seinen Strandort nah am Wasser finden sollte: Gesagt, getan! Die Skulptur steht jetzt auf dem Dünenhöhenweg

Strandfest von DLRG und NIVEA

Beim bunten Strandfest am Mittwoch von DLRG und NIVEA gab es für junge Gäste nicht nur Spiel und Spaß sondern auch viele Infos rund um die Themen Schwimmen und Schutz vor Sonnenbrand. Mehrere Hundert Kinder nahmen an den Aktionen teil, freuten sich über ein Kasperltheater und beteiligten sich am Quiz mit Maskottchen Nobbi (Foto). Mehr als 20 freiwillige Helfer waren am Start. Wegen der Regenwetters fiel der geplante zweite Tag aus. Lesen Sie unseren ausführlichen Bericht in der Nummer 14 vom 30. Juli 2022.

Ehrung für Meertinus P.D. Meijering

Meertinus P.D. Meijering hat den Ehrenpreis bei der Verleihung des Umweltpreises erhalten. Der 89-jährige Limnologe und Zoologe war bei der 14. Preisverleihung am 4. Juli im Nationalparkhaus per Videotelefonie aus Schweden zugeschaltet. In der Laudatio nannte Hausherrin Swaantje Fock den Ehrenpreisträger einen der maß-geblichen Naturwissenschaftler Spiekeroogs. Zwischen 1958 und ’67 selbst Lehrer am Inselinternat, habe er sich auch um die Einrichtung des Wittbültens verdient gemacht. Dessen Maskottchen, die Meerkrabbe, trägt den Namen Meertinus.

Den 1. Preis erhielt die 2021 neu gegründete Nachhaltigkeitsgilde der Hermann Lietz-Schule. Platz 2 ging an die Diakonie Ruhr Hellweg für deren Strandgutwerkstatt im Haus am Meer. Platz 3 heimste die Kita für ihre Kompostierung im Garten mit Kellerasseln ein. Die Jury war neben Christina Rau in diesem Jahr mit Bürgermeister Patrick Kösters und seinen bei-den Vorgängern Matthias Piszczan und Bernd Fiegenheim besetzt. Sonderpreise gingen an die Kulturstiftung für deren Kooperation mit dem Frankfurter Bildhauer Achim Ripperger (Holzskulpturen Edenmenschen) und die diesjährige Strandmüllsammelaktion von Inselinternat und Wittbülten. Den Umweltpreis 2022 hat Stiftungsvorsitzender Otmar Franz mit insgesamt 5000 Euro dotiert. Weiterer Bericht in der Nummer 12 / 2022 vom 16. Juli.

Musikverein auf dem Feuerwehrfest

Zum ersten Mal seit dem 29. Februar 2020 ist der Musikverein wieder in „großer Besetzung“ aufgetreten. Anlass war das rundum gelungene Feuerwehrfest am 5. Juli im Kurgarten. Premiere feierte die Spiekeroogerin Maxie Neubacher als gefeierte Solo-Sängerin. Sehen Sie unsere Fotoseite in der Nummer 12 / 2022 vom 16. Juli. Foto: Kai Kröger

Nordseelauf auf eine Runde verkürzt

Spiekeroog war am 23. Juni Austragungsort der 5. Etappe des 20. EWE-Nordseelaufes. Bei hochsommerlichen Temperaturen gingen um 12 Uhr 208 Läufer, 161 Läuferinnen sowie 43 WalkerInnen an den Start. Wegen einer amtlichen Warnung vor erhöhter UV-Strahlung verkürzte Veranstalter Iventos den „Dünenlauf“ auf nur eine Runde über 6 km anstatt wie geplant zwei. Spiekeroog war zum siebten Mal Gastgeber des Volkslaufes unter dem Motto „Mach nicht halt – Lauf gegen Gewalt!“. Für die kleine Insel eine große Kraftanstrengung. Die Bochumer Ivent-Agentur war allein mit 12 Kräften auf der grünen Insel unterwegs, dazu kam noch ein Team des OOWV. Die Kurverwaltung gewann 30 ehrenamtliche HelferInnen zum Beispiel als Streckenposten. Das Rettungsteam war vor Ort, die Weertslü verwöhnten mit Essen und Trinken. Entlang der Strecke gab es für die LäuferInnen viel Applaus. Mit dabei waren zwei SpiekeroogerInnen und ein ehemaliger Spiekerooger und heutiger Baltrumer. 

Inselpastor Schmidt

Friedemann Schmidt ist am Pfingstsonntag von Eva Hadem, Dekanin im Kirchenkreis Harlingerland, als neuer Inselpastor eingeführt worden. Über den Festgottesdienst berichtet der Ibo in der Nr. 9 / 2022 vom 18. Juni in Wort und Bild.

Container am Strand

Der 20 Zoll-Seecontainer des ICBM für das Forschungsprojekt „DynaDeep“ hat samt Spezialfahrzeug den Spiekerooger Strand erreicht. Eigentlich war der Mehrzweckbehälter (Infoplattform und Garage für die Bohrraupe) schon 2021 erwartet worden – aber es kam zu Lieferproblemen. Nun steht die blaue Box am Dünenfuß etwa auf halber Strecke zwischen Hundestrand und Haus Wolfgang unweit des zwei Wochen zuvor an der Wasserkante aufgestellten neuen gelben Messpfahls. Nach Überfahrt mit der Reederei Warrings zog den Hänger zunächst eine E-Karre zum Strand beim Westend und dann ein Traktor im Sand in Richtung Osten. 

Das letzte Kleinod in der Strandsporthalle

Am 25. Mai feierte das Stück „Sandbank“ in der Strandsporthalle Premiere. Bis 19. August gibt es von Montag bis Freitag jede Woche fünf Vorstellungen mit dem Theater „Das letzte Kleinod“ (Foto v.l. Asja-Ve Panning, Franziska Steinhaus, Andreas Uehlein und Richard Gonlag) jeweils um 20 Uhr. Dazu kommen noch Extra-Termine für Tagesgäste. Neben den Profis treten SchülerInnen des Inselinternats und der Inselschule sowie Mitglieder des Spiekerooger „Chörchens“ auf. Thema sind „Verschickungskinder“, die auch in den Heimen auf Spiekeroog zur Kur anreisten.

 

Goldjubiläum zum Anbaden

Am Sonntag hat die Badesaison auf der grünen Insel offiziell begonnen: „Anbaden“ bei Sonnenschein und nur 11 Grad Wassertemperatur. Trotzdem waren um Punkt 10 Uhr schon die ersten Badegäste in der Nordsee. Die DLRG-Ortsgruppe aus Lamstedt (Landkreis Cuxhaven) wacht 2022 zum 50. Mal am Spiekerooger Strand: „Goldjubiläum“! Der Verein mit seinem neuen 1. Vorsitzenden Hannes Blohm hat eigens eine Chronik herausgegeben. Bis zum „Abbaden“ genau fünf Monate später am 15. Oktober werden rund 60 WachgängerInnen der Lamstedter Ortsgruppe am Spiekerooger Strand erwartet. 

Norderneyer Tonne am Damenpad geborgen 

Ende April hat die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) die Tonne am Strand in Höhe Damenpad bergen lassen. Nach zwei eigenen vergeblichen Versuchen gelang nun einem Bagger der Firma Bohlen & Doyen der Abtransport. Das Gerät an den Strand gebracht hat die MS Krake”. Das Seezeichen hatte sich Ende Oktober 2021 im Sturm zum wiederholten Male vor Norderney losgerissen und trieb – wie schon 2017 – nach Spiekeroog. Laut WSV reißt die Kette wegen Untiefen an der exponierten Lage. Anfang Mai wurde die Kardinaltonne vor Norderney zurückerwartet. Ein Teil der Strecke führte über Land. Foto: Eike Rehwald

Alle deutschen Inseln und Halligen für eine gemeinsame und nachhaltige Zukunft

Die deutschen Inseln und Halligen bekennen sich bei der feierlichen Unterzeichnung der Inselresolution am 12. Mai 2022 im Rahmen der 2. Deutschen Inselkonferenz auf Rügen zu gemeinsamen Zielen und Forderungen für eine zukunftsfähige Entwicklung. Insgesamt beschließen 30 Vertreter*innen von 26 deutschen Inseln und Halligen die Resolution. Damit bekennen sich die Inseln und Halligen zu klaren Zielen und Forderungen, die gemeinsam durchgesetzt werden sollen. Die Inselresolution wurde von der Insel- Halligkonferenz e.V. ausgearbeitet und bereits von dessen Mitgliedern beschlossen. Jörg Singer, Bürgermeister von Helgoland, berichtet: „Die Inselresolution sollte bereits 2019 auf der ersten deutschen Inselkonferenz auf Helgoland unterzeichnet werden, abgesehen von Rügen waren dort aber keine weiteren Ostseeinseln vertreten. Umso mehr freuen wir uns, dass nun alle deutschen Inseln und Halligen auf Rügen zur Unterzeichnung und dem gemeinsamen Bekenntnis zur Inselresolution zusammengefunden haben.“ Ein besonderer Fokus wird darauf liegen, die Inseln und Halligen durch integrative und intelligente Lösungen zukunftsfähig zu gestalten und damit ein Vorbild für ein innovatives und nachhaltiges Europa zu sein. Die Resolution umfasst folgende sieben Kernthemen: Nachhaltige Flächenentwicklung ist die Kernherausforderung für die Daseinsvorsorge und Wettbewerbsfähigkeit der Inseln und Halligen. Der Tourismus stellt gleichzeitig die wichtigste Ertragssäule sowie eine enorme Belastung für Insulaner und Natur dar. Um diesen gerecht zu werden, sollen spezifische Steuerungsinstrumente für eine nachhaltige Tourismusentwicklung geschaffen werden. Da eine gute Anbindung für alle Inseln und Halligen essenziell ist – der Verkehr aber auch nachhaltig gestaltet werden muss – wird eine vollständig dekarbonisierte Mobilität angestrebt. Um den Klimazielen der Europäischen Union gerecht zu werden, wollen die Inseln und Halligen Maßnahmen im Bereich der Energietransformation ergreifen – mit dem Ziel der „Nullemissionsinsel“. Da die Küsten der Inseln und Halligen besonders vom Klimawandel und den Risiken des Schiffverkehrs betroffen sind, sollen nachhaltige Lösungen für den Küsten- und Meeresschutz geschaffen werden. Das Problem der Verschmutzung der Meere soll durch Müllvermeidung und Kreislaufwirtschaft verbessert werden. Um die Wertschöpfung vor Ort zu halten wollen die Insel und Halligen eine Insellösung schaffen, die sich für lokale landwirtschaftliche Erzeugnisse einsetzt. 2 Mit der Unterzeichnung der Resolution verpflichten sich die Inseln und Halligen dazu, ihre wirtschaftlichen Aktivitäten zu diversifizieren, um lokale Arbeitsplätze zu fördern und den Bevölkerungsrückgang zu senken. Weiterhin soll sichergestellt werden, dass smarte und grüne Technologien prioritär Anwendung finden, um damit auch die Nutzung der natürlichen Ressourcen und Infrastrukturen zu ermöglichen. Die Beteiligten verpflichten sich außerdem dazu, die Bereitstellung digitaler Dienste zu verbessern, um das Wachstum kleiner Unternehmen zu fördern und so den Zugang zu Märkten und Finanzierungsquellen zu erleichtern. „Wir können und müssen in diesen aktuell äußerst turbulenten Zeiten gemeinsam die globalen Zukunftsthemen auf regionaler Ebene herunterbrechen und zusammen Lösungen schaffen. Wir sind überzeugt davon, dass wir als Inseln und Halligen aufgrund unserer geografisch begrenzten Räume, das Potential haben, Innovations- und Modellregionen innerhalb Europas zu sein“, so Knut Schäfer, Vorsitzender des Tourismusverbandes Rügen. Verbunden ist die Unterzeichnung mit einem Appell an die Europäische Union und die nationalen Parlamente. Sie werden aufgefordert, gezielte Finanzierungs- und technische Hilfsprogramme für die Einführung von integrierten Pilotprojekten auf den Inseln und Halligen zu schaffen. Weiterhin soll ein ordnungspolitischer Rahmen entstehen, der bürokratische Verfahren vereinfacht und Transaktionskosten für Investitionen senkt, um die Verwirklichung innovativer nachhaltiger Projekte zu gewährleisten. Außerdem wird der Wunsch nach einem stärkeren Dialog mit den Inseln und Halligen geäußert, um sicherzustellen, dass die besonderen lokalen Bedingungen in regionalen und nationalen politischen Plänen zum Ausdruck kommen. Für die Gewährleistung der Durchsetzung der genannten Ziele und Forderungen soll die Stelle eines*r Inselkoordinators*in bei der Maritimen Koordinatorin der Bundesregierung geschaffen werden – so der Appell der Inselvertreter*innen.