Altbundeskanzler zu Gast

In für ihn stürmischen Zeiten stattete Gerhard Schröder der Insel einen Privatbesuch ab. Der Altbundeskanzler trug sich Anfang September bestens gelaunt im Rathaus ins Goldene Buch” ein. Locker plauderte der 76-Jährige über nette Gespräche beim Abendessen in der Linde und einen Ausflug ins Laramie. Bürgermeister Matthias Piszczan überreichte dem Sozialdemokraten Honig von der Insel und das Spiekeroog-Buch aus dem SKN-Verlag. Schröder reiste erst das zweite Mal nach Spiekeroog. Vor fast 20 Jahren besuchte er als Bundeskanzler den damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau in dessen Haus. Während des Besuchs wurde Schröder wegen seines Postens als Präsident des Verwaltungsrates der Nord Stream 2 AG von verschiedenen Politikern in Berlin heftig kritisiert .

Lesen Sie in unserer aktuellen Nr. 21 / 2020 vom 19. September: 

Neue Ideen zur Sanierung des Deichscharts

Offshore-Anlagen kommen Spiekeroog immer näher

Überraschung auf der Primärdüne

Boule spielen mit Helmut Luckmann

 

Den inselboten gibt es 26 mal im Jahr 2020: 

 Die nächste Ausgabe erscheint am 3. Oktober. 

Insel-Bad öffnete am 3. August

Am 3. August war es endlich soweit: Das InselBad auf Spiekeroog durfte nach vorübergehender Schließung endlich wieder öffnen und Gäste empfangen. Das dazugehörige DünenSpa bleibt zwar noch geschlossen, es werden jedoch ausgewählte Wellnessbehandlungen im Kurmittelhaus angeboten siehe Inselbote Nr. 15). Um die Sicherheit der Badegäste während des Aufenthaltes im Schwimmbad zu gewährleisten, wurde ein umfangreicher Plan entwickelt, sodass sorgenfrei geplanscht und entspannt werden kann. Zunächst sind vier Öffnungstage pro Woche vorgesehen und auch Schwimmkurse dürfen wieder stattfinden. Es dürfen jedoch immer nur maximal 37 Besucher gleichzeitig ins Bad und die Aufenthaltsdauer pro Gast ist vorerst auf maximal zwei Stunden begrenzt. An den ersten beiden Tagen waren jeweils beide „Schichten“ ausgebucht – danach war vermutlich auch angesichts des schönen Sommerwetters immer noch Platz. Gäste müssen beachten, dass die Schwimmzeit im Voraus online gebucht werden muss. Im Bad selbst wird der Einlass und Aufenthalt in den Umkleidekabinen und Duschen unter Kontrolle des Badpersonals gesteuert

Generell erfolgt eine Kontaktminimierung zum einen durch das Herabsetzen der Besucherzahl und zum anderen durch die teilweise Sperrung von Umkleidekabinen, sowie Absperrungen und Markierung zum Einhalten des Sicherheitsabstandes. Außerdem gilt im Gebäude vom Eingang, über die Umkleidekabinen bis hinein in die Badehalle Mund-Nasen-Schutz Pflicht. Um ein höchstes Maß an Gesundheitsschutz zu gewährleisten, erfolgt alle drei Stunden eine Zwischenreinigung aller Griff- und Oberflächen, wie Handläufe an Beckenleitern, Wasserspielgeräte im Planschbecken oder Türgriffe.

Mögliche Quarantänefälle auf der Insel lösen

Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) bei der Kreisverwaltung Wittmund gibt im Zuge der allgemein geplanten Öffnungen für den Fremdenverkehr einige konzeptionelle Hinweise für die Tourismuswirtschaft auf den beiden kreisangehörigen Inseln Langeoog und Spiekeroog. Diesbezüglich hatte es zuletzt beim Bürgertelefon des Landkreises immer wieder konkrete Anfragen gegeben. Grundsätzlich gilt: Wird bei Corona-Verdacht oder Infektion vom Gesundheitsamt eine 14-tätige Quarantäne für Inselurlauber angeordnet, müssen diese auf den Inseln bleiben und ausharren, bis Entwarnung gegeben wurde.

Sollte es also auf den Inseln zu Quarantänefällen kommen (darüber entscheidet nach wie vor das Gesundheitsamt), müssten Personen, die während Ihres Aufenthalts in Quarantäne versetzt werden oder als positiv getestet wurden, für die gesamte Dauer in Ihren Hotelzimmern bzw. in den Ferienwohnungen verbleiben. Es sei denn, ihnen wird in Absprache mit der Gesundheitsbehörde eine andere Unterkunft zugewiesen. Die Folgekosten gehen zu Lasten des Vermieters bzw. des Gastes, die sich darüber ggf. privatrechtlich auseinandersetzen können.

Diese Regelung kann in der Konsequenz auch bedeuten, dass Zimmer/Wohnungen im weiteren Verlauf für eine bereits vereinbarte Anschluss-Vermietung blockiert werden. Das muss aus Sicht der Kreisverwaltung dann so hingenommen werden. Möglicherweise können Kurvereine, Vermieterverbände etc. auch ein eigenes, gemeinsames Konzept für eine anderweitige Unterbringung auf den Inseln entwickeln (mit Zustimmung des Gesundheitsamtes).

Der Kreis empfiehlt den Vermietern zudem die frühzeitige Aufklärung der Urlaubsgäste über die möglichen Gefahren bzw. über die unausweichlichen Konsequenzen, wenn es zu positiven Testungen oder Quarantäneanordnungen kommen sollte.

Die Versorgung der Personen, für die Quarantäne angeordnet worden ist, sollte innerhalb der bestehenden Strukturen auf den Inseln organisiert werden. 

Zur weiteren Klarstellung: Herr des Verfahrens bei Urlaubern ist das Gesundheitsamt, wo diese ihren ersten Wohnsitz haben. Das Wittmunder Kreis-Gesundheitsamt kommt bei positiven Testungen informell mit ins Spiel, oder bei besonderen Regelungen, die es jeweils und/oder im Einzelfall zu treffen gilt.