Neuer Nationalparkpartner

Mitte Mai besiegelten Stazija und Matije Jelavic, Hausleiter der Künstlerherberge, und Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, mit den Unterschriften ihre Kooperation. Der Betrieb nahe der Neuen ev. Kirche ist das erste Hotel auf Spiekeroog, das offizieller Nationalparkpartner ist. Bislang gehörten die Gemeinde, die Nordseebad Spiekeroog GmbH, der Evangelische Jugendhof und das Wittbülten-Café der großen Nationalparkpartnerfamilie an. Und in diesem Sommer werden es vermutlich noch einige mehr: Bis zur Frist am 20. Mai lagen der Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven sage und schreibe 15 Bewerbungen von Spiekerooger Betrieben vor. Der neunköpfige Vergaberat entscheidet. Auf dem Foto übergibt Peter Südbeck den Hotelmitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Urkunde und die Partner-Flagge.

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Lesen Sie in unserer aktuellen Nr. 8/2019 vom 8. Juni:

 

Die Grünen bei der Europawahl erstmals auf der Insel vorn

Vorlesewettbewerb in der Inselschule mit Ehrengast Cornelia Rimpau

Das Comeback von Dagmar Huth

Baustopp? Gemeinde erteilt Ausnahmegenehmigungen

Reformschule Winterhude gewinnt erstmals Schlagball-Himmelfahrtsturnier

Den inselboten gibt es 26 mal auch in diesem Jahr: 

 Die nächste Ausgabe erscheint am 22. Juni 2019.

 

„Aus einer Position der Stärke“

Die Insel wagte einen Blick in die Zukunft: Der aktuelle Stand eines neuen Tourismuskonzeptes und die Fortschritte der Nachhaltigkeitsinitiative standen auf der Tagesordnung der Einladung der Nordseebad (NSB) Spiekeroog GmbH im Inselkino. Fast 100 Spiekerooger waren gekommen und folgten den kompakten, informativen Präsentationen. Patrick Kösters präsentierte Ideen für ein neues Tourismuskonzept, das zuvor in verschiedenen Arbeitsgruppen auf breiter Basis entwickelt wurde. Der Bereichsleiter Tourismus benannte die Probleme Spiekeroogs wie unter anderem der Verkauf von Immobilien an Menschen, die mit ihren Häusern keinen Beitrag zum Fremdenverkehr mehr leisten. Kösters sieht deshalb „Handlungsbedarf am Fundament” der Insel und bezweifelt, dass der Markt allein die Schwachstellen beseitigen kann. Stattdessen warb Kösters für eine „proaktive Daseinsvorsorge” und „aktive Wirtschaftsförderung”. Konkrete Sorgenkinder sein der Fortbestand des Gepäcktransportes über das Jahr 2019 hinaus oder die Neukonzeption der Strandhalle. Das Thema Saisonalität gehört zum Kern des neuen Tourismuskonzeptes mit der Benennung eines verlässlichen Angebotes an Grundleistungen (Hotel, Gastronomie, Einzelhandel) auch im Winter. Ansgar Ohmes sagte, Tourismuskonzept und Nachhaltigkeitsinitiative würden in einem gemeinsamen Weg aus einer „Position der Stärke“ entwickelt, Spiekeroog befinde sich in keiner Notsituation. Das bestätigten dann auch die Referenten Martin Balas und Prof. Dr. Hartmut Rein von der BTE Tourismus- und Regionalberatungsfirma. Nachhaltigkeit bedeute nichts anders als Zukunftsfähigkeit – und hier sehen die beiden Experten viel Substanz auf Spiekeroog. Gäste würden Spiekeroog bereits heute als „grüne Insel” auch im Sinne von ökologischer Urlaubsdestination sehen. Die BTE-Referenten empfahlen der Insel, sich „nichts von außen aufdrücken zu lassen” sondern auf die eigenen Potenziale stolz zu sein. Danach stellten Teilnehmer der einzelnen Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse vor: Swaantje Fock und Carsten Heithecker vom Nationalparkhaus Wittbülten sprachen über Projekte in den Bereichen Nachhaltigkeit in der Gastronomie und den Beherbergungsbetrieben sowie im insularen Alltag, Dr. Dorothea Seeger (BUND-Meeresschutzbüro) berichtete über Vermeidung von Müll und Hartmut Brings (Inselbote) über die Öffentlichkeitsarbeit der Spiekerooger Nachhaltigkeitsinitiative.