Sonderreglung: Keine Tagesgäste

Das Land Niedersachsen hat am 5. Juni im Zuge einer neuen Verordnung, die ab dem 8. Juni gilt, die Regelungen im Zuge der Coronavirus-Pandemie weiter gelockert. In diesem Zusammenhang erlässt der Landkreis Wittmund eine neue Allgemeinverfügung, die den Inselzutritt für Tagestouristen, die nach Langeoog und Spiekeroog wollen, verbietet – zunächst bis zum Montag, 22.6.2020 befristet. Spiekeroogs Bürgermeister Matthias Piszczan erklärte dem Inselboten, diese Regelung sei im Laufe der Woche mit den Kollegen aller sieben Inseln abgesprochen worden. Lesen Sie den ausführlichen Bericht in unserer Nummer 9 vom 13. Juni 2020.

Neue Skulptur von Hannes Helmke

„Mut zum Wagnis“ heißt eine neue Skulptur des Kölner Bildhauers Hannes Helmke auf Spiekeroog: ein balancierender und ein sitzender Mensch auf einem überdimensionalen Stuhl. Das Kunstwerk vor der Hermann Lietz-Schule ist 6,10 Meter groß und wiegt 350 Kilo. Vor Himmelfahrt wurde die Skulptur eingeweiht (Foto oben). Stifter sind Altbürger Mike Iwand und seine Frau Helga. Schulleiter Florian Fock und Beiratsvorsitzender Hans-Werner Meyer sind von dem Ergebnis der Auftragsarbeit begeistert. Hannes Helmkes erstes Werk auf der Insel war der Utkieker 2007. Danach folgten der Wattkieker am Zeltplatz und der Dünenkieker an der Wittdün.

Lesen Sie in unserer aktuellen Nr. 8 / 2020 vom 30. Mai: 

 

Der Tourismus nimmt langsam wieder Fahrt auf

Hubschrauber birgt zwei Jollensegler westlich der Insel

Not-Gruppe in der Kita angelaufen

Wg. Corona: Forschungsinseln mussten warten

Den inselboten gibt es 26 mal im Jahr 2020: 

 Die nächste Ausgabe erscheint am 13. Juni 2020. 

 

Hotels öffneten am 25. Mai

Wiederbelegungsfrist bei Fewos

Seit Montag, 25. Mai, gelten weitere Lockerungen im Tourismus auf Spiekeroog. Das ermöglichen eine am Freitag vorgestellte neue Verordnung des Landes sowie eine Allgemeinverfügung des Landkreises. Die Kernpunkte: Für Gäste in Ferienwohnungen entfällt die bisher geltende Mindestaufenthaltsdauer von 7 Tagen. Auf Spiekeroog gilt dann wie seit 11. Mai auf dem niedersächsischen Festland eine Wiederbelegungsfrist von 6 Nächten des Vermieters. Heißt im Klartext: Wollen Urlauber nur zwei Nächte bleiben, muss die Fewo bis zur Vermietung an neue Gäste 4 Nächte frei bleiben. Außerdem dürfen seit Montag wieder Hotels und Pensionen Gäste empfangen. Die maximale Auslastung der Betriebe beträgt 60 Prozent. Das gilt auch für Jugendherbergen. Laut neuer Verordnung zählen demnach auch Familienferienstätten dazu. Bürgermeister Matthias Piszczan hat eine neue Allgemeinverfügung der Gemeinde für Spiekeroog mit genauen Regelungen erlassen. Hier wird der Zutritt Angehöriger von Spiekerooger Bürgern geregelt. Der Zeltplatz bleibt noch bis weit in den Juni hinein geschlossen.

Ab 8. Juni gelten bei der Auslastung von Hotels und Pensionen weiter gelockerte Beschränkungen, die Wiederbelegungsfrist in Fewos entfällt ganz. Auch Busreisen sind dann wieder möglich – insbesondere für die Spiekerooger Familienferienstätten eine gute Nachricht!

Mögliche Quarantänefälle auf der Insel lösen

Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) bei der Kreisverwaltung Wittmund gibt im Zuge der allgemein geplanten Öffnungen für den Fremdenverkehr einige konzeptionelle Hinweise für die Tourismuswirtschaft auf den beiden kreisangehörigen Inseln Langeoog und Spiekeroog. Diesbezüglich hatte es zuletzt beim Bürgertelefon des Landkreises immer wieder konkrete Anfragen gegeben. Grundsätzlich gilt: Wird bei Corona-Verdacht oder Infektion vom Gesundheitsamt eine 14-tätige Quarantäne für Inselurlauber angeordnet, müssen diese auf den Inseln bleiben und ausharren, bis Entwarnung gegeben wurde.

Sollte es also auf den Inseln zu Quarantänefällen kommen (darüber entscheidet nach wie vor das Gesundheitsamt), müssten Personen, die während Ihres Aufenthalts in Quarantäne versetzt werden oder als positiv getestet wurden, für die gesamte Dauer in Ihren Hotelzimmern bzw. in den Ferienwohnungen verbleiben. Es sei denn, ihnen wird in Absprache mit der Gesundheitsbehörde eine andere Unterkunft zugewiesen. Die Folgekosten gehen zu Lasten des Vermieters bzw. des Gastes, die sich darüber ggf. privatrechtlich auseinandersetzen können.

Diese Regelung kann in der Konsequenz auch bedeuten, dass Zimmer/Wohnungen im weiteren Verlauf für eine bereits vereinbarte Anschluss-Vermietung blockiert werden. Das muss aus Sicht der Kreisverwaltung dann so hingenommen werden. Möglicherweise können Kurvereine, Vermieterverbände etc. auch ein eigenes, gemeinsames Konzept für eine anderweitige Unterbringung auf den Inseln entwickeln (mit Zustimmung des Gesundheitsamtes).

Der Kreis empfiehlt den Vermietern zudem die frühzeitige Aufklärung der Urlaubsgäste über die möglichen Gefahren bzw. über die unausweichlichen Konsequenzen, wenn es zu positiven Testungen oder Quarantäneanordnungen kommen sollte.

Die Versorgung der Personen, für die Quarantäne angeordnet worden ist, sollte innerhalb der bestehenden Strukturen auf den Inseln organisiert werden. 

Zur weiteren Klarstellung: Herr des Verfahrens bei Urlaubern ist das Gesundheitsamt, wo diese ihren ersten Wohnsitz haben. Das Wittmunder Kreis-Gesundheitsamt kommt bei positiven Testungen informell mit ins Spiel, oder bei besonderen Regelungen, die es jeweils und/oder im Einzelfall zu treffen gilt.