Kösters wird neuer Bürgermeister

Entscheidung im ersten Wahlgang! Patrick Kösters wird am 1. November Matthias Piszczan im Amt des Spiekerooger Bürgermeisters folgen. Der 43-Jährige Spiekerooger setzte sich am Sonntag (12.9.) bereits im ersten Wahlgang gegen die beiden Konkurrenten Björn Koffinke und Jens Walter-Sentker durch. Er erhielt auf Anhieb 52,8 Prozent der 443 gültigen Stimmen und damit die absolute Mehrheit. Somit kommt es bei der Bundestagswahl am 26. September auf der grünen Insel zu keiner Bürgermeister-Stichwahl. Kösters trat wie die beiden Mitbewerber als Einzelwahlvorschlag an.  Der gelernte Hotelfachmann war bis Anfang 2019 Bereichsleiter Tourismus bei der Nordseebad Spiekeroog GmbH. Kösters hauptamtliche Amtsvorgänger Piszczan, Fiegenheim und Hülstede mussten 2014, 2006 und 2002 jeweils in die Stichwahl.

Das Ergebnis:

Kösters: 234 Stimmen

Koffinke: 140 Stimmen

Walter-Sentker: 69 Stimmen

Fünf Neue im Rat

Neben dem Bürgermeister wählten 450 Spiekeroogerinnen und Spiekerooger (Wahlbeteiligung 69 %) auch einen neuen Gemeinderat: Hier die Mandatsverteilung:

„Wählergruppe Spiekeroog“: 1 (Oliver Breuer)

„Achtsam für Spiekeroog“ Wählergemeinschaft: 4 (Jochen Bellstedt, Juliane Bellstedt,  Inge Redelfs und Wolfhart Klasing)

Lars Baumfalk Einzelwahlvorschlag: 1 (Lars Baumfalk)

Wahlbündnis Spiekeroog 2030:  2 (Friederike Goedecke und Christiane Andreesen-Ahsendorf)

Der Wahlausschuss hat in seiner Sitzung am 13. September das Ergebnis einstimmig bestätigt.

Damit sind nur drei der jetzigen Ratsmitglieder „wiedergewählt“ worden: Oliver Breuer,  Inge Redelfs und Wolfhart Klasing. Die jetzigen Ratsherren Claas Warenski und Hille Schreiber sind Nachrücker ihrer Listen.

Die fünf neuen Gesichter im Rat sind: Jochen Bellstedt, Juliane Bellstedt, Lars Baumfalk, Friederike Goedecke und Christiane-Andreesen-Ahsendorf. Neunter Mandatsträger im Rat ist der neue Bürgermeister. Die Wahlperiode beginnt am 1.11.21

 

Erweiterung der 3 G-Regelung ab 16. September

Am Dienstag (14.09.2021) hat der Landkreis Wittmund an fünf Werktagen in Folge den Inzidenzwert von 50 überschritten. Auf Basis der aktuell geltenden Niedersächsischen Corona-Verordnung muss der Landkreis  somit per Allgemeinverfügung, die morgen veröffentlicht wird, diese Überschreitung auch offiziell feststellen. Dies hat zur Folge, dass es ab Donnerstag den 16.09.2021, eine Ausweitung der geltenden 3G-Regelung in den folgenden Lebensbereichen gibt:

Kontaktbeschränkungen

Grundsätzlich kann sich eine beliebige Anzahl an Personen aus beliebig vielen Haushalten treffen. Ab 25 Personen müssen immer die Kontaktdaten erhoben werden. In geschlossenen Räumen gilt bei Zusammenkünften (auch privat) mit mehr als 25 Personen die 3G-Regel. Das heißt, alle anwesenden Personen müssen entweder geimpft, genesen oder negativ getestet sein.

Dienstleistungen und Handel:

Bei körpernahen Dienstleistungen gilt nun die 3G-Regel, das heißt, dass Personen die nicht geimpft, genesen oder negativ getestet sind, keine körpernahen Dienstleistungen in Anspruch nehmen dürfen.

Gastronomie:

In der Gastronomie gilt ebenso die 3G-Regel, das heißt, dass Personen die nicht geimpft, genesen oder als negativ getestet sind, die Innenräume der Gastronomie nicht betreten und auch keine Leistungen in Anspruch nehmen dürfen. Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist von den Gästen dann zu tragen, wenn sie sich innerhalb geschlossener Räumlichkeiten aufhalten und darf dort nur am Sitzplatz abgenommen werden.

Tourismus/Beherbergung

Sofern kein Impf- oder Genesenen-Nachweis vorliegt, gilt bei Beherbergungen in z.B. Hotels oder Pensionen erneut die Testpflicht. Die Testung muss sowohl bei der Anreise als auch zweimal wöchentlich erfolgen, sonst darf eine Beherbergung nicht stattfinden.

Freizeit und Sport:

Auch hier gilt ab Donnerstag die 3G-Regel. Das bedeutet konkret, dass eine Nutzung von Sportanlagen in geschlossenen Räumen (so auch etwa in Fitnessstudios sowie Kletterparks) nur für geimpfte, genesene sowie negativ getestete Personen möglich ist. Gleiches gilt auch für die Nutzung von Schwimmhallen, Spaßbädern, Thermen sowie Saunen.

Veranstaltungen

Bei einer Teilnahme an einer Sitzung, einer Zusammenkunft sowie einer Veranstaltung in geschlossenen Räumen ab 26 Personen gilt die 3G Regelung. Dies gilt somit auch für Kinos, Theater Spielhallen u.ä. .

7 Tage-Inzidenz im Landkreis fällt auf 17,4

Von Donnerstag auf Freitag sind keine neuen positiven Fälle hinzugekommen. Vier weitere Personen sind genesen, sodass die Zahl der aktiven Fälle nun 29 beträgt.

Da der Inzidenzwert im Landkreis Wittmund vom 09.09.2021 bis zum 14.09.2021 über 50 lag, ist der Landkreis verpflichtet eine Ausweitung der 3G Regelung anzuordnen. Dies wurde entsprechend der Landesverordnung umgesetzt und ist seit dem 16.09.2021 in Kraft.

Die vom Robert-Koch-Institut (RKI) angegebene 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Wittmund liegt bei 17,4.

Die 7-Tages-Hospitalisierungsinzidenz beträgt in Niedersachsen 4,7. (Grenzwert zur Warnstufe 1: 6)

Der landesweite prozentuale Anteil der mit COVID-19-Erkrankten belegten Intensivbetten an der Intensivbettenkapazität liegt bei 5,3 %. (Grenzwert zur Warnstufe 1: 5 %)

Damit befindet sich der Landkreis Wittmund derzeit in keiner Warnstufe. Jedoch hat der Inzidenzwert im Landkreis den Wert von 50 an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen überschritten. Somit gelten seit dem 16.09.2021 weitergehende Regelungen – insbesondere wird die 3G Regelung ausgeweitet.

Sterneninsel jetzt offiziell

Die Inseln Spiekeroog und Pellworm im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer wurden von der International Dark-Sky Association (IDA) aus Tucson, USA als Sterneninseln anerkannt. Da sich die beiden Inseln dazu verpflichtet haben, ihre Nachtlandschaft durch eine deutliche Beschränkung der künstlichen Beleuchtung zu erhalten, kann hier noch der prächtige Sternenhimmel bei nahezu natürlicher Dunkelheit erlebt werden. Foto: Kai Kröger

 

Lesen Sie in unserer aktuellen Nr. 19 / 2021 vom 4. September: 

Spendentafeln am Pferdebahnbahnhof enthüllt

Eröffnung der Ausstellung „Erzähl doch mal…“

Auszählungsmarathon im Rathaus und Sportdeck erwartet

15 Ratsbewerberinnen und Ratsbewerber im Kurpark

 

Den inselboten gibt es 26 mal auch im Jahr 2021: 

 Die nächste Ausgabe erscheint am 18. September

Pferderbahn rollt wieder

Nach fast zweijähriger Pause hat der Inselmuseum e.V. den Pferdebahnbetrieb am Donnerstag (29. Juli) wieder aufgenommen. Fahrer Christian Roll bietet täglich vier Fahrten ab Bahnhof an: 13, 14, 15 und 16 Uhr. Zurück vom „Old Laramie“ geht es 30 Minuten später.  Bitte die Fahrten per SMS unter der Nummer 0177 512 0519 anmelden.  Das Foto zeigt Zugpferd Tamme bei der Passage des sanierten Deichscharts. Für die Baumaßnahme hatte der Verein Anfang 2021 binnen sechs Wochen mehr als 100.000 Euro an Spenden eingesammelt. Die Betonbaumaßnahme ist noch nicht ganz abgeschlossen – die Durchfahrt mit Waggon 21 und dem Zugpferd aber möglich.  Ab September wird das Deichschart mit neuen Dammbalken gesichert. Die alten, ausrangierten Deichtore stehen nun frisch gestrichen am Bahnhof. Auf den beiden roten Flügeln sind die 2400 Spender verewigt.

 

Westend wieder frei

In der vergangenen Woche hat die Firma Böhling die Betonierung der Straße Westend fertiggestellt.  Zum Einsatz kam ein so genannter Gleitschalungsfertiger (Foto). Der Beton wurde am Hafen gemischt. Es bestand reger Lkw-Pendelverkehr! Die Straße Westend blieb bis 15. Juli komplett gesperrt. Mittlerweile ist die Straße für Fußgänger und Radfahrer wieder frei. Auch E-Karren werden geduldet, obwohl die Maßnahme noch nicht abgeschlossen ist. Die 850 Meter Betonfahrbahn kosten rund 400.000 Euro.

Landkreis geht auf Nummer sicher:  Neue  Absonderungspflicht bei Positiv-Testergebnis

Der Landkreis Wittmund erlässt im Zuge der weiterhin andauernden Coronavirus-Pandemie eine neue Allgemeinverfügung und geht damit auf Nummer sicher: Damit positive Eigen- oder Schnell- oder PCR-Tests zu einer schnellen Reaktion als Vorsichtsmaßnahme führen, müssen sich alle diejenigen, die zunächst positiv getestet wurden, sogleich automatisch selbst absondern, um etwaige Virus-Erreger nicht weiter zu verbreiten. Es entsteht eine automatische Verpflichtung zur Eigen-Quarantäne, bis das Gesundheitsamt diese Personen kontaktiert, oder bis das positive Schnelltestergebnis durch einen negativen PCR-Test nicht bestätigt wird.

„Damit wollen wir einen weiteren Schritt zur Eindämmung und Bekämpfung des Virus gehen“, heißt es seitens der Kreisverwaltung, die das neue Regelwerk bekanntmacht und das die Rechtsgültigkeit dann am Sonnabend, 19. Juni, erlangt. Gerade vor dem Hintergrund der sich ausbreitenden Delta-Variante ist es umso wichtiger, dass sich infizierte oder potentiell infizierte Personen unmittelbar nach Kenntnis der positiven Testung absondern.

„Denn häufig erfahren wir nur mit zeitlicher Verzögerung von positiven Testergebnissen, gerade am Wochenende und an Feiertagen“, heißt es beim Gesundheitsamt des Landkreises. Meist bekämen Getestete die Testergebnisse viel schneller zugestellt, auch über die gängigen Apps. Diese zeitliche Lücke wolle man mittels der neuen Verfügung nun schließen – im Interesse der Gesundheit aller.

Die neuen Regelungen gelten für alle Personen, die im Rahmen von Corona-Schnelltests, Selbsttests oder bei einem PCR-Test positiv getestet wurden. Diese Personen müssen sich unverzüglich zu Hause absondern, dürfen die Wohnung ohne Zustimmung des Gesundheitsamtes nicht verlassen und sollen sich von anderen Mitgliedern des Haushaltes fernhalten. Verlassen werden darf die Wohnung, bei einem positiven Schnelltest, nur für den überprüfenden PCR-Test. Sollte dieser Test negativ ausfallen, endet die Absonderungspflicht.

Biosphärenreservat: Auch Spiekeroog dabei

– das freut den Minister

Der Prozess zur Erweiterung der Entwicklungszone des UNESCO-Biosphärenreservats Niedersächsisches Wattenmeer nimmt Fahrt auf: In den vergangenen Wochen haben in kurzer Folge die Gemeinde Jemgum, die Ortsteile Imsum und Langen der Gemeinde Geestland sowie die Inselgemeinde Spiekeroog ihren Beitritt erklärt. Davor standen bereits Sande, Schortens und Zetel sowie die Samtgemeinde Hage als designierte Biosphärengemeinden fest. „Ich freue mich, dass die zahlreichen konstruktiven Diskussionen nun vielerorts zu positiven Entscheidungen führen und damit eine breite Basis für eine nachhaltige Regionalentwicklung geschaffen wird“, so Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies. „Darum mein Appell an alle, die sich noch nicht angeschlossen haben: Macht mit!“

Das UNESCO-Biosphärenreservat Niedersächsisches Wattenmeer umfasst mit seiner großen Kern- und Pflegezone das Gebiet des gleichnamigen Nationalparks in dessen Grenzen von 1986. Hier steht die Natur im Vordergrund: Aufgrund ihres außergewöhnlichen universellen Werts von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt und als Nationalpark geschützt. Daran angrenzend soll auf den Inseln sowie binnendeichs auf dem Festland die Entwicklungszone des UNESCO-Biosphärenreservats entstehen, um dort modellhaft umwelt- und sozialverträgliche Lebens- und Wirtschaftsweisen zur Sicherung der Lebensbedingungen der nachfolgenden Generationen zu entwickeln.

Seit 2019 beteiligen sich Bürgerinnen und Bürger, Vertreterinnen und Vertreter der Küstenkommunen sowie Interessensverbände am Prozess der inhaltlichen Ausgestaltung der geplanten Entwicklungszone, zu dem Minister Lies. „Die anstehende Novellierung des Nationalpark-Gesetzes trägt mit dazu bei, Unsicherheiten bezüglich eines Beitritts auszuräumen.“ Gemäß vorliegendem Anpassungsentwurf des Gesetzes über den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer (NWattNPG) soll die Nationalparkverwaltung künftig Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats sein, in dieser Funktion aber ausdrücklich keine hoheitlichen Befugnisse in der Entwicklungszone erhalten. Eine Einschränkung des Planungsrechts der Biosphärengemeinden oder Auflagen für Bürgerinnen und Bürger sind somit ausgeschlossen.

In weiteren Gemeinden entlang der niedersächsischen Küste und auf den Inseln laufen derzeit noch die Verhandlungen über einen freiwilligen Beitritt zur Entwicklungszone. Die Entscheidungsphase hierfür soll spätestens Mitte Juli 2021 abgeschlossen sein. Im weiteren Verfahren entscheiden die Gremien des MAB-Programms der UNESCO über die Anerkennung des erweiterten UNESCO-Biosphärenreservats Niedersächsischen Wattenmeers. Mit den Kommunen, die sich für einen Beitritt zum UNESCO-Biosphärenreservat entschieden haben, beginnt bereits jetzt die Arbeit an konkreten Kooperationsprojekten.

Das niedersächsische Wattenmeer wurde 1993 im Rahmen des Programms „Man and the Biosphere“ (MAB) der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt. UNESCO-Biosphärenreservate repräsentieren nicht nur einzigartige Naturlandschaften, sondern auch durch menschliche Nutzung geprägte Kulturlandschaften. Mit der Verabschiedung des Lima-Aktionsplans im Jahr 2016 unterstützen die UNESCO-Biosphärenreservate in besonderem Maße das Erreichen der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen durch die Erprobung nachhaltiger Wirtschafts- und Lebensweisen im Rahmen von Projekten in der Entwicklungszone.

Danke, das war’s: Der Bürgermeister hört am 31. Oktober im Rathaus auf.

Matthias Piszczan: Keine zweite Amtszeit

Eigentlich wollte Matthias Piszczan mit einer Entscheidung über eine neuerliche Bürgermeister-Kandidatur bis zu seinem 60. Geburtstag Ende März warten. Nun macht er seinen Entschluss wenige Tage zuvor öffentlich: Der Rathaus-Chef wird bei der Wahl am 12. September nicht noch einmal antreten. Auf Anfrage des Inselboten gab er private Gründe an.

Damit wird wird in diesem Jahr zum 1. November ein neues Gesicht Spiekerooger Bürgermeisterin oder Bürgermeister. Es wird das vierte hauptamtliche Gemeindeoberhaupt nach Manfred Hülstede, Bernd Fiegenheim und Matthias Piscczan. Die Amtszeit wird dann zunächst nur noch fünf Jahre betragen. Die Bewerbungsfrist endet – wie auch für ein Ratsmandat am 26. Juli.

Matthias Piszczan wurde 2014 zum Bürgermeister gewählt. Der damalige Kriminalhauptkommissar aus Bad Zwischenahn setzte sich in der Stichwahl durch. Diese hatte das CDU-Mitglied bei seiner ersten Bewerbung für das Bürgermeisteramt 2006 noch verpasst. Aller guten Dinge sind drei? Matthias Piszczan hat sich entschieden: Eine dritte Kandidatur kommt für ihn nicht in Frage.