Wechsel im Sportvereinsvorstand

Nach 36 Jahren an der Spitze des Spiekerooger Sportvereins hat Erhard Redelfs (3.v.l) bei der Mitgliederversammlung kurz vor Weihnachten nicht wieder kandidiert. Auch 2. Vorsitzende Ulrike Seemann hört nach zehn Amtsjahren auf. Kassenwart Nils-Uwe Ahsendorf (2.v.l.) und Schriftführer Hartmut Brings (re.) sowie Sportwat Benny Steinmacher (li.) verabschiedeten den Vorstandskollegen – als Geschenk gab es bebilderte Erinnerungen an die schöne Zeit im größten Spiekerooger Verein, ein altes Trikot und Verwöhngutscheine fürs Dünen-Spa. Die Mitglieder wählten im Gemeindehaus einmütig Oliver Breuer zum neuen 1. Vorsitzenden und Eicke Germis zum 2. Vorsitzenden. Ein ausführlicher Bericht folgt in der Nummer 1/2020 am 25. Januar.

Lesen Sie in unserer aktuellen Nr. 26/2019 vom 30. Dezember (Silvesterausgabe):

 

Spiekeroog-Rückblick auf 2019

Letzte Ratssitzung 2019: Entscheidungen vertagt

Gemeinde verzichtet auf Straßenausbaubeitragssatzung

Das bringt 2020: Neue Stellen im Rathaus und alte Unterkiefer im Museum

Den inselboten gibt es 26 mal auch im neuen Jahr: 

 Die nächste Ausgabe erscheint am 25. Januar 2020.

 

„Aus einer Position der Stärke“

Die Insel wagte einen Blick in die Zukunft: Der aktuelle Stand eines neuen Tourismuskonzeptes und die Fortschritte der Nachhaltigkeitsinitiative standen auf der Tagesordnung der Einladung der Nordseebad (NSB) Spiekeroog GmbH im Inselkino. Fast 100 Spiekerooger waren gekommen und folgten den kompakten, informativen Präsentationen. Patrick Kösters präsentierte Ideen für ein neues Tourismuskonzept, das zuvor in verschiedenen Arbeitsgruppen auf breiter Basis entwickelt wurde. Der Bereichsleiter Tourismus benannte die Probleme Spiekeroogs wie unter anderem der Verkauf von Immobilien an Menschen, die mit ihren Häusern keinen Beitrag zum Fremdenverkehr mehr leisten. Kösters sieht deshalb „Handlungsbedarf am Fundament” der Insel und bezweifelt, dass der Markt allein die Schwachstellen beseitigen kann. Stattdessen warb Kösters für eine „proaktive Daseinsvorsorge” und „aktive Wirtschaftsförderung”. Konkrete Sorgenkinder sein der Fortbestand des Gepäcktransportes über das Jahr 2019 hinaus oder die Neukonzeption der Strandhalle. Das Thema Saisonalität gehört zum Kern des neuen Tourismuskonzeptes mit der Benennung eines verlässlichen Angebotes an Grundleistungen (Hotel, Gastronomie, Einzelhandel) auch im Winter. Ansgar Ohmes sagte, Tourismuskonzept und Nachhaltigkeitsinitiative würden in einem gemeinsamen Weg aus einer „Position der Stärke“ entwickelt, Spiekeroog befinde sich in keiner Notsituation. Das bestätigten dann auch die Referenten Martin Balas und Prof. Dr. Hartmut Rein von der BTE Tourismus- und Regionalberatungsfirma. Nachhaltigkeit bedeute nichts anders als Zukunftsfähigkeit – und hier sehen die beiden Experten viel Substanz auf Spiekeroog. Gäste würden Spiekeroog bereits heute als „grüne Insel” auch im Sinne von ökologischer Urlaubsdestination sehen. Die BTE-Referenten empfahlen der Insel, sich „nichts von außen aufdrücken zu lassen” sondern auf die eigenen Potenziale stolz zu sein. Danach stellten Teilnehmer der einzelnen Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse vor: Swaantje Fock und Carsten Heithecker vom Nationalparkhaus Wittbülten sprachen über Projekte in den Bereichen Nachhaltigkeit in der Gastronomie und den Beherbergungsbetrieben sowie im insularen Alltag, Dr. Dorothea Seeger (BUND-Meeresschutzbüro) berichtete über Vermeidung von Müll und Hartmut Brings (Inselbote) über die Öffentlichkeitsarbeit der Spiekerooger Nachhaltigkeitsinitiative.