Saisonende

Am 15. Oktober hat Harry Janssen die Strandkorbvermietung für 2020 beendet. Die meisten der rund 600 Strandkörbe werden in die beiden Schuppen im Dünental transportiert. Einige wenige Exemplare bleiben aber am Strand und stehen den Herbsturlaubsgästen kostenlos zur Verfügung. Bei der ersten Sturmflut im Herbst 2020 kommen dann aber spätestens alle Strandkörbe ins Trockene. .

Lesen Sie in unserer aktuellen Nr. 23 / 2020 vom 17. Oktober: 

Beherbergungsverbot sorgte für Stress in den Vermietungsbetrieben

Wrack nahe der Ostspitze gesichtet

Es bleibt bei der freiwilligen 66 %-Kapazität auf den Fähren – auch im Winter

Neue Flagge vor dem Rathaus: Nordseeinsel statt Nordseebad

 

Den inselboten gibt es 26 mal im Jahr 2020: 

 Die nächste Ausgabe erscheint am 14. November. 

 

Wichtige Information für die Herbstferien

Beherbergungsverbot in Niedersachsen vorläufig außer Vollzug gesetzt

Der 13. Senat des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts hat mit Beschluss vom 15. Oktober 2020 in einem Normenkontrolleilverfahren die § 1 Abs. 1 Satz 1 und § 1 Abs. 2 Satz 1 der Niedersächsischen Verordnung über Beherbergungsverbote zur Eindämmung des Corona-Virus SARS-CoV-2 (Niedersächsische Corona-Beherbergungs-Verordnung) vom 9. Oktober 2020 vorläufig außer Vollzug gesetzt (13 MN 371/20). Der Antragsteller betreibt in Niedersachsen einen Ferienpark. Dort vermietet er auch Ferienhäuser. Mit einem Normenkontrolleilantrag vom 13. Oktober 2020 beantragte er die vorläufige Außervollzugsetzung des in § 1 Abs. 1 Satz 1 und § 1 Abs. 2 Satz 1 der Niedersächsischen Corona-Beherbergungs-Verordnung angeordneten grundsätzlichen Verbots, in Hotels, Pensionen, Jugendherbergen und ähnlichen Beherbergungsbetrieben sowie Ferienwohnungen, Ferienhäusern und Campingplätzen Personen aus einem vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung festgelegten und veröffentlichten Risikogebiet zu touristischen Zwecken zu beherbergen (sog. Beherbergungsverbot). Er macht geltend, die Verbotsregelungen seien zu unbestimmt und das Verbot als solches sei zur Verhinderung weiterer Corona-Infektionen nicht geeignet, nicht notwendig und auch nicht angemessen.

Dieser Antrag hatte Erfolg. Der 13. Senat stellte deutlich heraus, dass auch angesichts der derzeit stark steigenden Infiziertenzahlen in vielen Teilen des Bundesgebiets und Niedersachsens die gesetzlichen Voraussetzungen für ein staatliches Handeln durch infektionsschützende Maßnahmen erfüllt seien. Das in der Niedersächsischen Corona-Beherbergungs-Verordnung konkret angeordnete Beherbergungsverbot erweise sich bei summarischer Prüfung aber als rechtswidrig. Das Verbot sei schon nicht hinreichend bestimmt. Es erfasse Personen „aus“ Risikogebieten, ohne festzulegen, ob diese Personen dort einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben müssten oder ein kurzzeitiger Aufenthalt genüge. Quelle: Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht

 

Insel-Bad öffnete am 3. August

Am 3. August war es endlich soweit: Das InselBad auf Spiekeroog durfte nach vorübergehender Schließung endlich wieder öffnen und Gäste empfangen. Das dazugehörige DünenSpa bleibt zwar noch geschlossen, es werden jedoch ausgewählte Wellnessbehandlungen im Kurmittelhaus angeboten siehe Inselbote Nr. 15). Um die Sicherheit der Badegäste während des Aufenthaltes im Schwimmbad zu gewährleisten, wurde ein umfangreicher Plan entwickelt, sodass sorgenfrei geplanscht und entspannt werden kann. Zunächst sind vier Öffnungstage pro Woche vorgesehen und auch Schwimmkurse dürfen wieder stattfinden. Es dürfen jedoch immer nur maximal 37 Besucher gleichzeitig ins Bad und die Aufenthaltsdauer pro Gast ist vorerst auf maximal zwei Stunden begrenzt. An den ersten beiden Tagen waren jeweils beide „Schichten“ ausgebucht – danach war vermutlich auch angesichts des schönen Sommerwetters immer noch Platz. Gäste müssen beachten, dass die Schwimmzeit im Voraus online gebucht werden muss. Im Bad selbst wird der Einlass und Aufenthalt in den Umkleidekabinen und Duschen unter Kontrolle des Badpersonals gesteuert

Generell erfolgt eine Kontaktminimierung zum einen durch das Herabsetzen der Besucherzahl und zum anderen durch die teilweise Sperrung von Umkleidekabinen, sowie Absperrungen und Markierung zum Einhalten des Sicherheitsabstandes. Außerdem gilt im Gebäude vom Eingang, über die Umkleidekabinen bis hinein in die Badehalle Mund-Nasen-Schutz Pflicht. Um ein höchstes Maß an Gesundheitsschutz zu gewährleisten, erfolgt alle drei Stunden eine Zwischenreinigung aller Griff- und Oberflächen, wie Handläufe an Beckenleitern, Wasserspielgeräte im Planschbecken oder Türgriffe.

Mögliche Quarantänefälle auf der Insel lösen

Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) bei der Kreisverwaltung Wittmund gibt im Zuge der allgemein geplanten Öffnungen für den Fremdenverkehr einige konzeptionelle Hinweise für die Tourismuswirtschaft auf den beiden kreisangehörigen Inseln Langeoog und Spiekeroog. Diesbezüglich hatte es zuletzt beim Bürgertelefon des Landkreises immer wieder konkrete Anfragen gegeben. Grundsätzlich gilt: Wird bei Corona-Verdacht oder Infektion vom Gesundheitsamt eine 14-tätige Quarantäne für Inselurlauber angeordnet, müssen diese auf den Inseln bleiben und ausharren, bis Entwarnung gegeben wurde.

Sollte es also auf den Inseln zu Quarantänefällen kommen (darüber entscheidet nach wie vor das Gesundheitsamt), müssten Personen, die während Ihres Aufenthalts in Quarantäne versetzt werden oder als positiv getestet wurden, für die gesamte Dauer in Ihren Hotelzimmern bzw. in den Ferienwohnungen verbleiben. Es sei denn, ihnen wird in Absprache mit der Gesundheitsbehörde eine andere Unterkunft zugewiesen. Die Folgekosten gehen zu Lasten des Vermieters bzw. des Gastes, die sich darüber ggf. privatrechtlich auseinandersetzen können.

Diese Regelung kann in der Konsequenz auch bedeuten, dass Zimmer/Wohnungen im weiteren Verlauf für eine bereits vereinbarte Anschluss-Vermietung blockiert werden. Das muss aus Sicht der Kreisverwaltung dann so hingenommen werden. Möglicherweise können Kurvereine, Vermieterverbände etc. auch ein eigenes, gemeinsames Konzept für eine anderweitige Unterbringung auf den Inseln entwickeln (mit Zustimmung des Gesundheitsamtes).

Der Kreis empfiehlt den Vermietern zudem die frühzeitige Aufklärung der Urlaubsgäste über die möglichen Gefahren bzw. über die unausweichlichen Konsequenzen, wenn es zu positiven Testungen oder Quarantäneanordnungen kommen sollte.

Die Versorgung der Personen, für die Quarantäne angeordnet worden ist, sollte innerhalb der bestehenden Strukturen auf den Inseln organisiert werden. 

Zur weiteren Klarstellung: Herr des Verfahrens bei Urlaubern ist das Gesundheitsamt, wo diese ihren ersten Wohnsitz haben. Das Wittmunder Kreis-Gesundheitsamt kommt bei positiven Testungen informell mit ins Spiel, oder bei besonderen Regelungen, die es jeweils und/oder im Einzelfall zu treffen gilt.