Auf der Zielgeraden

Der Weg zu den 16 neuen arbeitbgeberunabhängigen Mietwohnungen war ein Marathon – jetzt haben die Gemeinde als Bauherr und Vermieter sowie die zukünftigen Bewohner der vier Häuser im Achter d’Diek 5 a-d das Ziel vor Augen. Ende August lud Bürgermeister Matthias Piszczan kurz vor dem Erstbezug die Öffentlichkeit ein, sich ein Bild von dem kommunalen Wohnungsbauprojekt zu machen. Gekommen waren ein Großteil der 16 neuen Mietsparteien, Nachbarn und Interessierte „aus dem Dorf“ sowie drei weitere Ratsmitglieder. Besichtigt werden konnten vor allem die Erdgeschosswohnungen mit ihren hellen, großen Veranden. Der Rathaus-Chef zeigte Verständnis für die Enttäuschung der Mieter, dass man den angepeilten Bezugstermin 1. August nicht geschafft habe. Nun rechnet Piszczan damit, dass der letzte Mieter zum 1. Oktober in das „neue Kleinod der Gemeinde“ einziehen kann. Die Straße werde erst nach Fetrigstellung des Künstlerhaus-Umbaus mit weiteren 15 Mietwohnungen 2020 gemacht.

.

.

Lesen Sie in unserer aktuellen Nr. 20/2019 vom 7. September:

 

Initiative „Erzähl‘ doch mal“

Lietz-Schule präsentiert 2,5 Millionen Euro-Investitionen

Münzprägemaschine in der Kogge kommt gut an

4:3: Mehr Kurgartenkonzerte 2019 Open Air

Abschluss der Sport-Höhepunkte dieses Sommers

Den inselboten gibt es 26 mal auch in diesem Jahr: 

 Die nächste Ausgabe erscheint am 21. September  2019.

 

„Aus einer Position der Stärke“

Die Insel wagte einen Blick in die Zukunft: Der aktuelle Stand eines neuen Tourismuskonzeptes und die Fortschritte der Nachhaltigkeitsinitiative standen auf der Tagesordnung der Einladung der Nordseebad (NSB) Spiekeroog GmbH im Inselkino. Fast 100 Spiekerooger waren gekommen und folgten den kompakten, informativen Präsentationen. Patrick Kösters präsentierte Ideen für ein neues Tourismuskonzept, das zuvor in verschiedenen Arbeitsgruppen auf breiter Basis entwickelt wurde. Der Bereichsleiter Tourismus benannte die Probleme Spiekeroogs wie unter anderem der Verkauf von Immobilien an Menschen, die mit ihren Häusern keinen Beitrag zum Fremdenverkehr mehr leisten. Kösters sieht deshalb „Handlungsbedarf am Fundament” der Insel und bezweifelt, dass der Markt allein die Schwachstellen beseitigen kann. Stattdessen warb Kösters für eine „proaktive Daseinsvorsorge” und „aktive Wirtschaftsförderung”. Konkrete Sorgenkinder sein der Fortbestand des Gepäcktransportes über das Jahr 2019 hinaus oder die Neukonzeption der Strandhalle. Das Thema Saisonalität gehört zum Kern des neuen Tourismuskonzeptes mit der Benennung eines verlässlichen Angebotes an Grundleistungen (Hotel, Gastronomie, Einzelhandel) auch im Winter. Ansgar Ohmes sagte, Tourismuskonzept und Nachhaltigkeitsinitiative würden in einem gemeinsamen Weg aus einer „Position der Stärke“ entwickelt, Spiekeroog befinde sich in keiner Notsituation. Das bestätigten dann auch die Referenten Martin Balas und Prof. Dr. Hartmut Rein von der BTE Tourismus- und Regionalberatungsfirma. Nachhaltigkeit bedeute nichts anders als Zukunftsfähigkeit – und hier sehen die beiden Experten viel Substanz auf Spiekeroog. Gäste würden Spiekeroog bereits heute als „grüne Insel” auch im Sinne von ökologischer Urlaubsdestination sehen. Die BTE-Referenten empfahlen der Insel, sich „nichts von außen aufdrücken zu lassen” sondern auf die eigenen Potenziale stolz zu sein. Danach stellten Teilnehmer der einzelnen Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse vor: Swaantje Fock und Carsten Heithecker vom Nationalparkhaus Wittbülten sprachen über Projekte in den Bereichen Nachhaltigkeit in der Gastronomie und den Beherbergungsbetrieben sowie im insularen Alltag, Dr. Dorothea Seeger (BUND-Meeresschutzbüro) berichtete über Vermeidung von Müll und Hartmut Brings (Inselbote) über die Öffentlichkeitsarbeit der Spiekerooger Nachhaltigkeitsinitiative.