Goldjubiläum zum Anbaden

Am Sonntag hat die Badesaison auf der grünen Insel offiziell begonnen: „Anbaden“ bei Sonnenschein und nur 11 Grad Wassertemperatur. Trotzdem waren um Punkt 10 Uhr schon die ersten Badegäste in der Nordsee. Die DLRG-Ortsgruppe aus Lamstedt (Landkreis Cuxhaven) wacht 2022 zum 50. Mal am Spiekerooger Strand: „Goldjubiläum“! Der Verein mit seinem neuen 1. Vorsitzenden Hannes Blohm hat eigens eine Chronik herausgegeben. Bis zum „Abbaden“ genau fünf Monate später am 15. Oktober werden rund 60 WachgängerInnen der Lamstedter Ortsgruppe am Spiekerooger Strand erwartet. 

 

Norderneyer Tonne am Damenpad geborgen 

Ende April hat die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) die Tonne am Strand in Höhe Damenpad bergen lassen. Nach zwei eigenen vergeblichen Versuchen gelang nun einem Bagger der Firma Bohlen & Doyen der Abtransport. Das Gerät an den Strand gebracht hat die MS Krake”. Das Seezeichen hatte sich Ende Oktober 2021 im Sturm zum wiederholten Male vor Norderney losgerissen und trieb – wie schon 2017 – nach Spiekeroog. Laut WSV reißt die Kette wegen Untiefen an der exponierten Lage. Anfang Mai wurde die Kardinaltonne vor Norderney zurückerwartet. Ein Teil der Strecke führte über Land. Foto: Eike Rehwald

Skulptur „Nova“ enthüllt 

Nach knapp zweiwöchiger Tätigkeit hat Achim Ripperger am Sonnabend im Kurgarten seine in einen 4 Meter langen Eichenstamm gesägte Abbildung des Sternengotts „Nova“ enthüllt. Warum es für den Bildhauer aus Frankfurt auf der Insel ersten anders und zweitens als man denkt kam, erfahren Sie in unserer Ausgabe Nummer 7. / 2022 vom 21. Mai.

Alle deutschen Inseln und Halligen für eine gemeinsame und nachhaltige Zukunft

Die deutschen Inseln und Halligen bekennen sich bei der feierlichen Unterzeichnung der Inselresolution am 12. Mai 2022 im Rahmen der 2. Deutschen Inselkonferenz auf Rügen zu gemeinsamen Zielen und Forderungen für eine zukunftsfähige Entwicklung. Insgesamt beschließen 30 Vertreter*innen von 26 deutschen Inseln und Halligen die Resolution. Damit bekennen sich die Inseln und Halligen zu klaren Zielen und Forderungen, die gemeinsam durchgesetzt werden sollen. Die Inselresolution wurde von der Insel- Halligkonferenz e.V. ausgearbeitet und bereits von dessen Mitgliedern beschlossen. Jörg Singer, Bürgermeister von Helgoland, berichtet: „Die Inselresolution sollte bereits 2019 auf der ersten deutschen Inselkonferenz auf Helgoland unterzeichnet werden, abgesehen von Rügen waren dort aber keine weiteren Ostseeinseln vertreten. Umso mehr freuen wir uns, dass nun alle deutschen Inseln und Halligen auf Rügen zur Unterzeichnung und dem gemeinsamen Bekenntnis zur Inselresolution zusammengefunden haben.“ Ein besonderer Fokus wird darauf liegen, die Inseln und Halligen durch integrative und intelligente Lösungen zukunftsfähig zu gestalten und damit ein Vorbild für ein innovatives und nachhaltiges Europa zu sein. Die Resolution umfasst folgende sieben Kernthemen: Nachhaltige Flächenentwicklung ist die Kernherausforderung für die Daseinsvorsorge und Wettbewerbsfähigkeit der Inseln und Halligen. Der Tourismus stellt gleichzeitig die wichtigste Ertragssäule sowie eine enorme Belastung für Insulaner und Natur dar. Um diesen gerecht zu werden, sollen spezifische Steuerungsinstrumente für eine nachhaltige Tourismusentwicklung geschaffen werden. Da eine gute Anbindung für alle Inseln und Halligen essenziell ist – der Verkehr aber auch nachhaltig gestaltet werden muss – wird eine vollständig dekarbonisierte Mobilität angestrebt. Um den Klimazielen der Europäischen Union gerecht zu werden, wollen die Inseln und Halligen Maßnahmen im Bereich der Energietransformation ergreifen – mit dem Ziel der „Nullemissionsinsel“. Da die Küsten der Inseln und Halligen besonders vom Klimawandel und den Risiken des Schiffverkehrs betroffen sind, sollen nachhaltige Lösungen für den Küsten- und Meeresschutz geschaffen werden. Das Problem der Verschmutzung der Meere soll durch Müllvermeidung und Kreislaufwirtschaft verbessert werden. Um die Wertschöpfung vor Ort zu halten wollen die Insel und Halligen eine Insellösung schaffen, die sich für lokale landwirtschaftliche Erzeugnisse einsetzt. 2 Mit der Unterzeichnung der Resolution verpflichten sich die Inseln und Halligen dazu, ihre wirtschaftlichen Aktivitäten zu diversifizieren, um lokale Arbeitsplätze zu fördern und den Bevölkerungsrückgang zu senken. Weiterhin soll sichergestellt werden, dass smarte und grüne Technologien prioritär Anwendung finden, um damit auch die Nutzung der natürlichen Ressourcen und Infrastrukturen zu ermöglichen. Die Beteiligten verpflichten sich außerdem dazu, die Bereitstellung digitaler Dienste zu verbessern, um das Wachstum kleiner Unternehmen zu fördern und so den Zugang zu Märkten und Finanzierungsquellen zu erleichtern. „Wir können und müssen in diesen aktuell äußerst turbulenten Zeiten gemeinsam die globalen Zukunftsthemen auf regionaler Ebene herunterbrechen und zusammen Lösungen schaffen. Wir sind überzeugt davon, dass wir als Inseln und Halligen aufgrund unserer geografisch begrenzten Räume, das Potential haben, Innovations- und Modellregionen innerhalb Europas zu sein“, so Knut Schäfer, Vorsitzender des Tourismusverbandes Rügen. Verbunden ist die Unterzeichnung mit einem Appell an die Europäische Union und die nationalen Parlamente. Sie werden aufgefordert, gezielte Finanzierungs- und technische Hilfsprogramme für die Einführung von integrierten Pilotprojekten auf den Inseln und Halligen zu schaffen. Weiterhin soll ein ordnungspolitischer Rahmen entstehen, der bürokratische Verfahren vereinfacht und Transaktionskosten für Investitionen senkt, um die Verwirklichung innovativer nachhaltiger Projekte zu gewährleisten. Außerdem wird der Wunsch nach einem stärkeren Dialog mit den Inseln und Halligen geäußert, um sicherzustellen, dass die besonderen lokalen Bedingungen in regionalen und nationalen politischen Plänen zum Ausdruck kommen. Für die Gewährleistung der Durchsetzung der genannten Ziele und Forderungen soll die Stelle eines*r Inselkoordinators*in bei der Maritimen Koordinatorin der Bundesregierung geschaffen werden – so der Appell der Inselvertreter*innen.

 

Maibäume zur Dorfwiese

Kindergartenkinder und Schülerinnen und Schüler der Inselschule haben am Sonnabend zwei Maibäume aufgestellt. Die traditionell geschmückten Bäume trugen die Mädchen und Jungen bei Sonnenschein von der Arche bei der Neuen ev. Kirche durchs Dorf bis zur Wiese vis-à-vis des Rathauses. Zwischendurch „mussten“ die kleinen Insulanerinnen und Insulaner immer wieder vor den Gaststätten anhalten, wo sie von den Service-Kräften mit Kakao, Apfelsaft oder Süßigkeiten versorgt wurden.  Als die beiden Maibäume standen (Foto unten), spielte der Posaunenchor „Der Mai ist gekommen.“

Lesen Sie in unserer aktuellen Nr. 6 / 2022 vom 7. Mai

Rotary Club Spiekeroog Grüne Insel gegründet

Baumschutzsatzung: Kataster soll aktualisiert werden

Schweine und Hühner am Inselinternat

Freie Bahn für Seecontainer des ICBM nahe Hundestrand

Sportverein bietet jetzt auch Tanzen an

 

Den inselboten gibt es 26 mal auch im Jahr 2022: 

 Die nächste Ausgabe erscheint am 21. Mai

 

 

Strandkorbsaison eröffnet

Die Nordseebad Spiekeroog GmbH hat in den Osterferien die Strandkorbsaison begonnen. Die Bretterstege sind seit Anfang April startklar und ein Teil der Strandkörbe steht bereit – rund ein Drittel des üblichen Sommer-Kontingentes von rund 650. Harry Janssen und Danka Wessel haben die Vermietung oben an der Uhr täglich von 10 bis 14.30 Uhr geöffnet. Der Preis für die Tagesmiete ist derselbe wie im vergangenen Jahr: 12 Euro. An den Osterfeiertagen konnten die Gäste Sonne satt erleben (Foto). Und das Schöne: Bei dem Ostwind bot der Strandkorb den perfekten Schutz vor dem nach wie vor kühlen Wind, so dass man die warme Nachmittagssonne ungestört genießen kann.

7-Tage-Inzidenz im Landkreis jetzt unter 800

Übers Wochenendne sind im Landkreis Wittmund insgesamt 38 neue positive Corona-Fälle hinzugekommen.

Zu den Indikatoren:

Die vom Robert-Koch-Institut (RKI) angegebene 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Wittmund liegt bei 742,4.

Die 7-Tages-Hospitalisierungsinzidenz beträgt in Niedersachsen 7,4.

Der landesweite prozentuale Anteil der mit COVID-19-Erkrankten belegten Intensivbetten an der Intensivbettenkapazität liegt bei 2,9 %.

 

Alle aktuellen Regelungen hierzu finden Sie unter:

https://corona.landkreis-wittmund.de

 

Viele Corona-Auflagen entfallen

Seit Sonntag, 3. April 2022, gilt auch auf Spiekeroog die neue Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen. Viele der bekannten Beschränkungen entfallen: Das betrifft beispielsweise die 3 G-Regel in der Vermietung und Gastronomie. Auch die Maskenpflicht entfällt größtenteils. Dennoch obliegt es dem jeweiligen Hausrecht, welche Zugangsbeschränkungen tatsächlich gelten. Auch auf Spiekeroog halten beispielsweise einige Vermieter an der 3 G-Regel fest. Bei der Spiekerooger Schifffahrt gilt weiter das Tragen einer FFP 2-Maske an Bord und in den Hafengebäuden. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Seite der Landesregierung unter https://www.niedersachsen.de/Coronavirus

Inseldialog: Strände müssen nach Sturmfluten touristisch nutzbar bleiben

Die Niedersächsische Landesregierung hat den sieben ostfriesischen Inseln Unterstützung bei der Beseitigung der Schäden durch die Sturmfluten im Februar 2022 zugesichert. Die jüngste Sturmflutsaison beherrschte den jährlich stattfindenden „Inseldialog“, diesmal am 31. März in Aurich. Neben Umweltminister Olaf Lies, dem Staatssekretär aus dem Wirtschaftsministerium Berend Lindner und Frank Thorenz (Lei-ter der Betriebsstelle Norden des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) nahmen auch die BürgermeisterInnen der Inseln teil. Spiekeroogs neu gewähltes Gemeindeoberhaupt Patrick Kösters, gerade 44 Jahre alt geworden, feierte in der Runde seine Premiere.

Die finanzielle Zusage geht da-bei über die reinen Küstenschutzmaßnahmen hinaus: Hannover wird zukünftig auch Folgen für den Tourismus abfedern. Bekanntlich haben die Sturmfluten im vergangenen Winter besonders den Badestränden auf Wangerooge und Baltrum zugesetzt. Wirtschaftsminister Bernd Althusmann, bei der Sitzung vertreten durch seinen Staatssekretär Berend Lindner: „Sollten die Strände der Ostfriesischen Inseln nicht mehr oder nur eingeschränkt touristisch genutzt werden können, hätte das erhebliche Besucherrückgänge und finanzielle Einbußen zur Folge.“ Daher würde das Land die Inseln zusätzlich zu den Mitteln für den Küstenschutz finanziell bei der Wiederherstellung der touristischen Infrastruktur mit einer Gesamtsumme von bis zu 2,5 Millionen Euro unterstützen. Vorgesehen sei ein Zuschuss mit maximal 90 Prozent. Die sieben betroffenen Kommunen müssten Hannover den Bedarf anmelden. Für jede Insel werde zeitnah eine Einzelfallentscheidung getroffen. Zu den Maßnahmen gehören insbesondere Sandaufschüttungen am Badestrand. Denkbar sind zum Bei-spiel aber auch Mittel für Dünenübergänge, die wegen der erheblichen Abbruchkanten durch die Sturmfluten neu er-stellt werden müssten. Auch die Strandreinigung nach Sturmfluten könnte ein Thema werden. Das Land sehe sich in jedem Fall in der Verantwortung, dass die Strände touristisch genutzt werden könnten.

Umweltminister Lies stellt den sieben Insel-Gemeinden zusätzliche fünf Millionen Euro aus Mitteln für Vorhaben des Küstenschutzes auf den Ostfriesischen Inseln zur Verfügung. „Die Dünen und Strände bilden ein Bollwerk und schützen nicht nur die Inseln selbst, sondern genauso unser Festland. Und sie sind von unschätzbarem touristischen Wert für Niedersach-sen. Die Küstenschutzanlagen haben die Belastungsproben des Winters insgesamt zwar planmäßig bewältigt, die Bilder von den Stränden waren aber mindestens beunruhigend. Wir stehen daher gemeinsam eng an der Seite der Inseln.“ Dem Umweltministerium sei dabei wichtig, in enger Abstimmung und im konstruktiven Dialog mit den Inseln diese Mittel einzusetzen. Lies: „Wirklich dauerhafte Lösungen liegen nicht darin, regelmäßig gegen die Natur anzubaggern, sondern Lösungen mit der Natur im Sinne einer nach-haltigen, ökologischen Sedimentstrategie zu finden.“

Thorenz berichtete in Aurich auch über die Lage auf Spiekeroog: Der Verschleißkörper in Höhe Zeltplatz habe im Februar zwar gelitten: Sorgen um den Inselschutz müsse man sich aber nicht machen. Eine Sandaufschüttung im Südwesten der grünen Insel sei vermutlich erst für die Sturmflutsaison 2023/24 nötig. Der Experte aus Norden sprach zudem das niedrige Sandniveau in Höhe der Hessenmauer an. In Höhe Damenpad seien weitere Sandfangmaßnahmen geplant.

Vertagt wurde beim „Inseldialog“ in Aurich das Thema Dauerwohnraum für Einheimische. Hier soll es einen gesonderten Termin geben.

 

Museumspferdebahn rollt wieder

Die Nordseebad Spiekeroog GmbH hat mit Unterstützung durch Mitglieder des Inselmuseum e.V. zum frühestmöglichen Zeitpunkt des Jahres die Dammbalken am Deichschart entfernt und so den Weg für die Pferdebahn freigemacht: am 1. April. So früh ist Waggon 21 noch nie in die Saison gestartet. Unter Beobachtung einer Fernsehkamera des NDR steuerte Fahrer Christian Roll Zugpferd Tamme in Richtung Westen – neben den Schienen lagen noch letzte Schneereste vom 31. März. Mittlerweile hat die Pferdebahn auch ihren normalen Fahrbetrieb aufgenommen: Abfahrt ab Bahnhof ist täglich um 13, 14 und 15 Uhr (das Foto oben aus dem Sommer 2021).

Ab 1. April: Inselreederei erhöht Fahrpreise leicht

Die Nordseebad Spiekeroog GmbH wird ihre Fahrpreise nach Spiekeroog erhöhen, denn die erheblichen Energiekostensteigerungen haben zu einer deutlichen Verteuerung der Beschaffungskosten für die Reederei geführt. Ab 1. April 2022 berechnet die Fährgesellschaft je Person einen Euro zusätzlich, Kinder hälftig. Davon ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren sowie Jahreskarteninhaber. Eine Urlauber-Rückfahrkarte kostet dann statt bisher 31,80 Euro künftig 32,80 Euro und eine Tagesrückfahrtkarte statt derzeit 22,70 Euro künftig 23,70 Euro (tatsächliche Preise können je nach Buchungsart abweichen, da Rabatte auf Onlinebuchungen bis einen Tag vor Leistungserbringung gewährt werden). Neben den Treibstoffkosten sind auch die Energiekosten für den Landstrom der Schiffe deutlich gestiegen. Zudem ist weiterhin ein Corona-bedingter Umsatzrückgang gegenüber dem letzten regulären Geschäftsjahr 2019 zu verzeichnen. „Die Nordseebad Spiekeroog GmbH sieht sich einerseits weiterhin Umsatzausfällen und andererseits deutlich höheren Betriebskosten gegenüber. Beides erfordert ein Gegensteuern, um eine wirtschaftliche Schieflage der Gesellschaft zu vermeiden. Wir appellieren dabei auf das Verständnis unserer Gäste“, so Geschäftsführer Ansgar Ohmes in einer Pressemitteilung.

Friedenszeichen am Strand

Erneut zeigten auf der Insel am Donnerstagmittag (10.3.) rund 250 Menschen ihre Solidarität mit der Ukraine. Am Hauptbadestrand bildeten sie in einer Menschenkette das Peace-Zeichen – Bürgermeister Patrick Kösters nahm das eindrucksvolle Bild aus der Luft mit einer Drohne auf (Foto unten). Der Posaunenchor der ev.-luth. Kirchengemeinde spielte, Kurpastor Dr. Thomas Kück rief zu einer Schweigeminute für das ukrainische Volk auf.  „Friede sei mit Euch“, so der Pastor, der hofft, dass die Bilder von Spiekeroog die unter der russischen Invasion leidenden Menschen erreiche. Unter den Teilnehmenden waren wieder viele Schülerinnen und Schüler der Hermann Lietz-Schule sowie der Inselschule, Lehrerinnen und Lehrer. Viele Einheimische nahmen sich spontan die Zeit für die Aktion für den Frieden, auch zahlreiche Gäste folgten dem Aufruf in den Schaukästen der Kurverwaltung. „Wir können nicht unmittelbar helfen. Die Ukrainer leiden das Leid alleine. Aber sie sind nicht alleine“, lautet nach den Worten von Thomas Kück die Botschaft des Friedenszeichens am Spiekerooger Strand. Patrick Kösters sagte zur Message der Aktion: „Wir sind nicht damit einverstanden, was in der Ukraine gerade passiert.“ Zum Schluss gab es lautstarken Applaus.

„Hilfe macht an Hafenkante nicht Halt“

Die Solidarität mit den Menschen in der Ukraine beziehungsweise den Flüchtenden ist auch auf der grünen Insel sichtbar. Bürgermeister Patrick Kösters hat wiederholt darauf hingewiesen, dass die „Hilfe nicht an der Hafenkante Neuharlingersiel Halt macht“. Der Rathauschef wies auf die derzeit noch frei stehenden Ferienwohnungen auf Spiekeroog hin. Unterdessen sind im neu eingerichteten Ukraine-Krisenstab der Kreisverwaltung die weiteren Vorbereitungen zur Bewältigung möglicher Flüchtlingsströme (Unterbringung/Betreuung) bzw. zur Koordinierung der aufkommenden Hilfsangebote im Landkreis Wittmund getroffen worden. Für Informationen rund um Hilfsangebote sowie weitere Fragen steht künftig ein Bürgertelefon unter der zentralen Telefonnummer 04462-867700 (montags bis freitags 8-12 Uhr; montags bis donnerstags 15-16 Uhr) bereit. Mitteilungen können auch bereits per Email an ukraine@lk.wittmund.de geschickt werden. Alle relevanten Fragestellungen mit Informationen zum Themenkomplex Ukraine sind auch auf der Internetseite des Landkreises Wittmund unter https://www.landkreis-wittmund.de/ukraine zu finden. Bei Bedarf wird die Kreisverwaltung jeweils aktuell weiter über neue Entwicklungen informieren. Wer Wohnraum zur Verfügung stellen möchte, kann sich direkt bei Frau Lamberti (Tel.: 04462/86-1324), melden. Anfragen und Angebote können auch per Email direkt an die Emailadresse sozialamt@lk.wittmund.de gerichtet werden.

Mahnwache vor dem Rathaus

Auf Initiative des Posaunenchores der ev.-luth. Kirchengemeinde haben sich am Freitagmittag (4. März) vor dem Rathaus um symbolisch 5 Minuten vor 12 rund 150 Menschen versammelt, um ihre Solidarität mit der Ukraine auszudrücken. Unter den Teilnehmenden waren viele Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte des Inselinternats und auch Schülerinnen und Schülern mit Lehrerinnen der Inselschule. Aber auch Spiekeroogerinnen und Spiekerooger, die zum Teil spontan aus den Betrieben zum Dorfplatz kamen, sowie einige Gäste nahmen an der Aktion für den Frieden teil. Es gab eine Schweigeminute. Zuvor sprachen Bürgermeister Patrick Kösters und Kurpastor Dr. Thomas Kück. Das Gemeindeoberhaupt sagte, man könne heute noch nicht abschätzen, welche Auswirkungen der Feldzug Russlands in der Ukraine für Deutschland haben werde. Der Pastor betonte, man wolle mit der Mahnwache auf der kleinen Insel wie fast überall auf der Welt ein Zeichen setzen, dass die Kriegsführer in der Minderheit seien.  Einige Schülerinnen und Schüler hatten blau-gelbe Schilder mit der Aufschrift „Frieden“ angefertigt, der Rathauschef trug am Revers den Spiekerooger Utkieker in den Farben der Ukraine. Schon am Vorabend erstrahlte das Spiekerooger Rathaus in Blau-Gelb (Foto unten). Lesen Sie unseren Bericht in der Ibo-Nummer 3 / 2022 vom 26. März.

 

„Zeynep“ hinterlässt Spuren

Das Orkantief Zeynep fegte in der Nacht von Freitag auf  Samstag mit gut 130 km/h über Spiekeroog. Die heftigen Böen aus West nahmen im Laufe des Nachmittags und Abends zu, erst nach 1 Uhr beruhigte sich die Lage. Große Sturmschäden gab es auf der grünen Insel nicht – es gingen aber ungewöhnlich viele Dachziegel zu Bruch. Besonders stark betroffen war die Wittdün. Im Dorf landete wie bei anderen schweren Stürmen viel Totholz auf der Straße. Die Sturmflut nachts fiel nicht ganz so heftig aus wie befürchtet – aber das Wasser stieg ziemlich genau auf 2 Meter über MTHw. Am Strand gab es Sandabbrüche, aber im Vergleich zu den Nachbarinseln kam Spiekeroog glimpflich davon. Die Abbruchkante betrug aber immerhin gute zwei Meter (Foto vom Samstagmittag in Höhe Damenpad). Lesen Sie den ausführlichen Bericht in der Nummer 2 / 2022 vom 26. Februar!

 

Brand in der „Stranddistel“

Am frühen Sonntagmorgen (23. Januar 2022) ist im Haus Stranddistel ein Feuer ausgebrochen. Alle anwesenden Bewohnerinnen und Bewohner konnten sich in Sicherheit bringen. Niemand wurde verletzt. Feueralarm mit Sirene auf der Insel war kurz vor 5.30 Uhr. Die Spiekerooger Wehr konnte den Brand bis etwa 8.30 Uhr löschen. Mit dem Rettungsboot „Neuharlingersiel“ rückte Verstärkung aus Esens an. Das Feuer zerstörte große Teile des Mitteltraktes. Zuletzt war noch Feuer im Dachstuhl des östlichen Gebäudeteils zu erkennen. Die Kameradinnen und Kameraden haben eine Brandwache eingerichtet. Das Haus dient seit vielen Jahren als Personalunterkunft. Die Eigentümer gehen nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass die Stranddistel in diesem Jahr nicht mehr bewohnbar ist. Alle Bewohnerinnen und Bewohner können vorerst in Ferienwohnungen untergebracht werden.

Aktualisierung:

Laut dem stellvertretenden Gemeindebrandmeister Achim Dallmer waren 23 Spiekerooger Freiwillige und sechs Kameraden der Feuerwehr Esens im Einsatz. Erstmals wurde auf das Nachrücken von Atemschutzträgern vom Festland über das Rettungsboot und den 2021 in Betrieb genommenen Rettungssteg zurückgegriffen. Alles habe reibungslos geklappt, so Dallmer. Überhaupt ist der Spiekerooger mit dem Ablauf des Einsatzes sehr zufrieden: Für mehrere neue Kameraden sei es der erste Brandeinsatz überhaupt gewesen.  Per Riegelstellung haben die Feuerwehrleute den West- und Osttrakt des im Kern mehr als 100 Jahre alten Gebäudes vor dem Ausbreiten der Flammen gesichert. Die Feuerwehr hat den Innenangriff parallel zu der Riegelstellungen eingeleitet. Die Esener wurden als Ablöse für die Spiekerooger Atemschutzgeräteträger angefordert. Ein Atemschutzgeräteträger kann je nach Belastung maximal 45 Minuten arbeiten. Wenn die Pressluftflasche leer ist, muss sie getauscht werden. Die Polizei Spiekeroog hat nach ersten vorsichtigen Schätzungen den Schaden am Gebäude auf rund 400.000 Euro beziffert. In dem Haus waren bei Ausbruch des Feuers zehn Bewohnerinnen und Bewohner anwesend. Eine Anwohnerin habe die Hausgemeinschaft beim Bemerken des Brandes umsichtig geweckt. Aktualisierung: Am Montag waren die Brandermittler der Polizei vor Ort. Die Gemeinde Spiekeroog hat für alle Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses Stranddistel eine Spendenaktion initiiert. Nähe Informationen unter https://gemeinde.spiekeroog.de/index.php?id=498

Der Ibo aktualisiert diesen Bericht bei neuen Erkenntnissen.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Nummer 2 / 2022 unserer Zeitung am 26. Februar.